Inspiration259
Nach wochenlanger eskalierender Rhetorik zwischen den USA und dem Iran könnte Medienberichten zufolge ein vorläufiges Friedensabkommen bevorstehen, was die Anzeichen einer Verbesserung zusätzlich verstärkt. Der Tankerverkehr hatte langsam wieder angezogen, liegt jedoch weiterhin deutlich unter dem Vorkriegsniveau.
Carsten Stork sieht die Lage am Persischen Golf trotz ausbleibender Angriffe weiter als angespannt. "Die Ruhe am Golf ist trügerisch." Vor allem die Straße von Hormus bleibt ein geopolitischer Risikofaktor. Zwar notiert Rohöl wieder auf Vorkriegsniveau, doch Verbraucher profitieren kaum. Ursache sind hohe Preise für raffinierte Produkte wie Benzin, Heizöl und Kerosin. Gleichzeitig haben sich die Lagerbestände deutlich verringert. Auch die neue Kommunikationsstrategie der US-Notenbank sorgt für Unsicherheit. "Ich habe selten bei einem Fed-Meeting eine solche Zinsveränderung gesehen." Für die kommenden Monate richtet Stork den Blick zusätzlich auf einen möglichen Super El Niño. Er erwartet Auswirkungen auf Ernten und steigende Preise bei Agrarrohstoffen. Im Dynamic Commodity Index gewichtet er deshalb Getreide und Soft Commodities stärker. Gleichzeitig bleibt er für Edelmetalle optimistisch. "Ich bin überzeugt davon, dass wir Gold gegen Jahresende eher Richtung 5000 sehen, als dass wir bei 3000 stehen."
Im April führte der Iran für Öltanker eine Gebühr für die Passage durch die Straße von Hormus ein. Die Zahlung sollte nicht in Dollar oder Gold, sondern in Bitcoin erfolgen. Die Begründung: Dollartransaktionen können durch Sanktionen blockiert werden, Bitcoin hingegen nicht. Für eine Währung, die geschaffen wurde, um sich staatlicher Kontrolle zu entziehen, war dies ein bemerkenswertes Gütesiegel. Dennoch war 2026 für Bitcoin ein schwieriges Jahr. Seit dem Rekordhoch von 126.198 USD im Oktober 2025 ist der Kurs um rund 45 % auf rund 70.000 USD gefallen. Gold legte im selben Zeitraum um mehr als 50 % zu und kletterte über 5.000 USD je Unze. (Quelle: Bloomberg)
Der Preis von Gold und anderen Edelmetallen war in den letzten Wochen sehr volatil. Ein Hauptgrund dafür ist die „Flucht in die Sicherheit“, bei der die Anleger versuchen, ihr Engagement im US-Dollar zu verringern. Nachdem der Goldpreis um 20 Prozent gefallen ist, sind wir jedoch der Meinung, dass der Goldpreis nun wieder nach oben tendiert. Von den Sektoren des S&P® 500 haben die Sektoren Kommunikationsdienste und Informationstechnologie den höchsten Anteil an positiven Gewinnüberraschungen erlebt. In unserer technischen Analyse des S&P® 500 und des NASDAQ-100 Index® argumentieren wir, dass niedrigere Zinssätze eine erneute Preisrallye auslösen könnten.
Währungen sind ein zentrales Element moderner Wirtschaftssysteme und beeinflussen weit mehr als nur den täglichen Zahlungsverkehr. Besonders im internationalen Kontext spielen sie eine entscheidende Rolle, da Wechselkurse darüber bestimmen, welche Auswirkungen wirtschaftliche Entwicklungen, politische Entscheidungen und globale Krisen auf Volkswirtschaften haben. Im Fokus stehen dabei vor allem große Leitwährungen wie der US-Dollar oder der Euro, deren Wert sich ständig verändert und von zahlreichen Faktoren beeinflusst wird.
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