Inspiration95
David Hartmann von Vontobel über die unsichtbaren Gewinner des KI-Booms. Viele Unternehmen kommen und wirtschaften aus dem Cashbestand, andere aus der zweiten Reihen erweisen sich perspektivisch als wertvoll. Unter den "Schaufelherstellern" zum Beispiel CoreWeave, Inc. aus den USA, eine Firma, die sich auf Rechenzentren und Cloud-Computing spezialisiert hat. "CoreWeave bietet ein rares Gut an", sagt Hartmann im Rahmen der Stuttgarter Invest. Ebenso unverzichtbar: Energie, Energie, Energie. "Wir führen seit 2017 ein Partizipationszertifikat auf die komplette KI-Infrastruktur mit gesamter Wertschöpfungskette. So erreichen Anleger einen Diversifikationseffekt." Das Angebot erinnert an einen ETF. Mehr unter: https://markets.vontobel.com/de-de/inspiration/128399/coreweave-der-unsichtbare-gewinner-des-ki-booms
Immer mehr wirtschaftliche Schlüsseltrends entstehen heute außerhalb der klassischen Industriestrukturen und die Nutzung orbitaler Infrastruktur entwickelt sich zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Neue Anwendungen, datengetriebene Geschäftsmodelle und technologische Integration verändern gleichzeitig ganze Branchen und schaffen ein Umfeld, in dem sich innovative Unternehmen frühzeitig strategisch positionieren können, um von langfristigen strukturellen Veränderungen zu profitieren.
Während viele Technologieunternehmen im Rampenlicht stehen, spielt ein Konzern im Hintergrund eine zentrale Rolle der digitalen Transformation. Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company, kurz TSMC, ist der zentrale Produzent moderner Chips und damit ein wichtiger Baustein für Anwendungen in den Bereichen künstliche Intelligenz, Cloud und Hochleistungsrechner. Die jüngsten Geschäftszahlen zeigen eindrucksvoll, wie stark das Unternehmen aktuell wächst. Doch hinter den Rekordgewinnen steckt mehr als nur ein kurzfristiger Boom, es geht um ein Geschäftsmodell, das die gesamte Tech-Industrie strukturell verändert.
Künstliche Intelligenz verändert nicht nur Software, sie verändert die physische Welt. Rechenzentren benötigen großen Mengen an Strom in stark wachsenden Umfang, und die Nachfrage nach Rechenkapazität wird laut Epoch AI alle sieben Monate verdoppelt. Inmitten dieses Umbruchs rücken zwei Unternehmenstypen ins Zentrum der Aufmerksamkeit: Bitcoin-Miner, die ihre Infrastruktur für KI umrüsten, und Solarhersteller, die den steigenden Enegiebedarf decken wollen. Einer der Investoren, die diesen Zusammenhang früher als viele Marktteilnehmer erkannte, ist Leopold Aschenbrenner. Der 24-jährige ehemalige OpenAI-Forscher gründete den Hedgefonds Situational Awareness LP und verwaltet heute über 13 Milliarden US-Dollar.
Kupfer war jahrzehntelang das Rückgrat der Rechenzentren. Nun wird es zum Flaschenhals der KI-Revolution. Die Antwort der Industrie: Licht statt Strom. Denn statt Daten als elektrische Signale durch Kupfer zu schicken, setzt die Industrie zunehmend auf optische Netzwerke, die Daten als Lichtimpulse durch Glasfasern übertragen. Das ermöglicht einen schnellen und energieeffizienten Austausch riesiger Datenmengen und macht optische Technologien zu einer zentralen Voraussetzung für Cloud-Infrastrukturen und moderne KI-Anwendungen. Mit dem weltweiten Ausbau dieser Infrastruktur dürfte die Bedeutung photonischer Technologien weiterwachsen. Ein Blick auf den strukturellen Wachstumstrend, der die digitale Infrastruktur neu verkabelt.