KI-Rally auf Rekordniveau – wie Anleger ihr Portfolio gegen Rücksetzer absichern können
Künstliche Intelligenz zählt weiterhin zu den wichtigsten Wachstumstreibern an den globalen Aktienmärkten. Vor allem Unternehmen aus den Bereichen Halbleiter, Rechenzentren und Automatisierung profitierten in den vergangenen Quartalen von der stark steigenden Nachfrage nach KI-Infrastruktur und entsprechenden Softwarelösungen. Parallel dazu verzeichneten zahlreiche KI-nahe ETFs deutliche Kursgewinne, da Anleger zunehmend auf das langfristige Wachstum des Sektors setzen. Gleichzeitig haben die starken Kursanstiege jedoch dazu geführt, dass die Bewertungen vieler Unternehmen inzwischen deutlich über ihren historischen Durchschnittswerten liegen (Reuters, 2026).
Steigende Bewertungen erhöhen das Risiko kurzfristiger Korrekturen
Der langfristige Investment Case für Künstliche Intelligenz bleibt aus Sicht vieler Marktteilnehmer bestehen. Kurzfristig könnten jedoch Quartalsberichte großer Technologieunternehmen, Veränderungen der Zinserwartungen oder geopolitische Entwicklungen zu erhöhter Volatilität führen. Nach einer außergewöhnlich starken Kursentwicklung reichen bereits kleinere Enttäuschungen bei Umsatz oder Gewinn aus, um Gewinnmitnahmen auszulösen. Viele Investoren möchten ihre strategischen KI-Positionen dennoch nicht verkaufen, sondern lediglich das Risiko einer temporären Korrektur reduzieren (Reuters, 2026).
Zwei ETFs bilden zentrale Bereiche der KI-Wertschöpfungskette ab
Für Anleger, die gezielt in das KI-Thema investieren möchten, bieten spezialisierte ETFs eine breite Diversifikation über mehrere Unternehmen hinweg. Der VanEck Vectors Semiconductor ETF konzentriert sich auf führende Halbleiterunternehmen, die das technologische Fundament für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz schaffen. Dazu zählen unter anderem Hersteller von Hochleistungschips, Speicherlösungen und weiterer Hardware für Rechenzentren (VanEck). Der Global X Robotics & Artificial Intelligence ETF investiert hingegen in Unternehmen aus den Bereichen Robotik, Automatisierung und Künstliche Intelligenz und deckt damit einen breiten Teil der zukünftigen KI-Wertschöpfungskette ab (Global X ETFs). Beide ETFs ermöglichen Anlegern einen diversifizierten Zugang zu einem der dynamischsten Wachstumsmärkte der kommenden Jahre.
Short-Produkte können zur temporären Absicherung beitragen
Wer langfristig vom KI-Trend überzeugt ist, gleichzeitig aber mit einer kurzfristigen Konsolidierung rechnet, kann eine Absicherung bestehender Positionen in Betracht ziehen. Anstatt die zugrunde liegenden ETFs zu verkaufen, können beispielsweise Short Turbo Optionsscheine auf den VanEck Vectors Semiconductor ETF oder Short Optionsscheine auf den Global X Robotics & Artificial Intelligence ETF eingesetzt werden. Bei Optionsscheinen und Turbo-Optionsscheinen handelt es sich um komplexe Finanzinstrumente mit einem hohen Verlustrisiko. Aufgrund der Hebelwirkung können bereits geringe Kursbewegungen des Basiswerts zu überproportionalen Gewinnen, aber auch zu überproportionalen Verlusten führen.
Fällt der jeweilige ETF, kann die Wertentwicklung des Short-Produkts einen Teil der Verluste einer bestehenden Long-Position ausgleichen. Eine erfolgreiche oder vollständige Absicherung ist jedoch nicht gewährleistet. Anleger sollten zudem beachten, dass die zur Absicherung eingesetzten Produkte selbst erhebliche Risiken aufweisen können. Insbesondere bei Turbo-Optionsscheinen kann das Erreichen der jeweiligen Knock-out-Barriere zu einem sofortigen Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen.
Optionsscheine auf den Global X Robotics & Artificial Intelligence ETF
Turbo-Optionsscheine auf den VanEck Vectors Semiconductor ETF
Hedging statt Ausstieg
Professionelle Investoren nutzen Short-Produkte häufig nicht ausschließlich zur Spekulation auf fallende Kurse, sondern auch als Instrument des Risikomanagements. Gerade nach einer starken Marktphase können sie dazu beitragen, das Portfolio flexibel an kurzfristig steigende Unsicherheiten anzupassen, ohne die langfristige Anlagestrategie aufzugeben. Voraussetzung ist jedoch, dass Anleger die Funktionsweise gehebelter Produkte sowie die damit verbundenen Risiken verstehen und diese ausschließlich als kurzfristiges Instrument einsetzen (CFA Institute).
Fazit
Die langfristigen Perspektiven für den KI-Sektor bleiben weiterhin attraktiv. Gleichzeitig könnten hohe Bewertungen und ein anspruchsvolles makroökonomisches Umfeld kurzfristig für stärkere Schwankungen sorgen.
Anleger, die an ihrem KI-Engagement festhalten möchten, können zur temporären Absicherung gegebenenfalls Short-Produkte t auf spezialisierte ETFs wie den VanEck Vectors Semiconductor ETF oder den Global X Robotics & Artificial Intelligence ETF ziehen. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass Optionsscheine und insbesondere Turbo-Optionsscheine erhebliche Risiken aufweisen und nicht für jeden Anleger geeignet sind.
Risiken
Emittenten- / Bonitätsrisiko:
Anleger sind dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen können. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde kann im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.
Erhöhtes Verlustrisiko:
Wegen der Hebelwirkung besteht bei Hebelprodukten, wie z.B. bei den hierin genannten Turbo-Optionsscheinen und Mini Futures, ein erhöhtes Verlustrisiko (Totalverlustrisiko).
Festes Laufzeitende:
Die hierin genannten Zertifikate haben eine feste Laufzeit. Dies führt zur Beendigung der Anlage und Rückzahlung des aktuellen Werts zu dem bestimmten Termin. Die Zertifikate können nicht darüber hinaus gehalten werden. Es besteht kein Kapitalschutz für die hierin genannten Zertifikate.
Marktrisiko / Preisänderungsrisiko:
Der Wert des Zertifikats kann während der Laufzeit durch die marktpreisbestimmenden Faktoren auch deutlich unter den Erwerbspreis fallen, wenn der Wert des Basiswerts fällt.
Marktrisiko:
Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen ist von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen hat. Der Aktienkurs kann sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen können.
Währungsrisiko:
Da die Währung des als Basiswert zugrundeliegenden Index nicht Euro ist und der Index Aktien und Wertpapiere enthält, die in anderen Währungen notieren (z.B. US-Dollar), hängt der Wert des Zertifikats auch vom Umrechnungskurs zwischen der jeweiligen Fremdwährung (z.B. US-Dollar) und Euro (Währung des Zertifikats) ab. Dadurch kann der Wert des Zertifikats (in Euro) über die Laufzeit erheblich schwanken.
Wichtige Hinweise:
Diese Information ist weder eine Anlageberatung noch eine Anlagestrategie- oder Anlageempfehlung, sondern Werbung. Die vollständigen Angaben zu den Wertpapieren, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition verbundenen Risiken, sind in dem Basisprospekt, nebst etwaiger Nachträge, sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen beschrieben. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Es wird empfohlen, dass potenzielle Anleger diese Dokumente lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollständig zu verstehen. Die Dokumente sowie das Basisinformationsblatt sind auf der Internetseite des Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, Deutschland, unter prospectus.vontobel.com veröffentlicht und werden beim Emittenten zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten. Die Billigung des Prospekts ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Bei den Wertpapieren handelt es sich um Produkte, die nicht einfach sind und schwer zu verstehen sein können. In dieser Information sind Angaben enthalten, die sich auf die Vergangenheit beziehen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.