Vom Mining zur Maschine: Wie sich die KI-Revolution in der realen Welt materialisiert
Künstliche Intelligenz verändert nicht nur Software, sie verändert die physische Welt. Rechenzentren benötigen großen Mengen an Strom in stark wachsenden Umfang, und die Nachfrage nach Rechenkapazität wird laut Epoch AI alle sieben Monate verdoppelt. Inmitten dieses Umbruchs rücken zwei Unternehmenstypen ins Zentrum der Aufmerksamkeit: Bitcoin-Miner, die ihre Infrastruktur für KI umrüsten, und Solarhersteller, die den steigenden Enegiebedarf decken wollen. Einer der Investoren, die diesen Zusammenhang früher als viele Marktteilnehmer ist Leopold Aschenbrenner. Der 24-jährige ehemalige OpenAI-Forscher gründete den Hedgefonds Situational Awareness LP und verwaltet heute über 13 Milliarden US-Dollar.
T1 Energy: Solarmodule für den Energiehunger der KI
T1 Energy Inc. (NYSE: TE), hervorgegangen aus dem norwegischen Batteriehersteller FREYR Battery, hat sich 2025 neu aufgestellt und konzentriert sich seither auf die Produktion von Photovoltaik-Modulen und Solarzellen in den USA. In Dallas betreibt das Unternehmen bereits eine 5-Gigawatt-Modulfabrik; in Austin entsteht derzeit eine Solarzellen-Fertigung, deren Produktion Ende 2026 anlaufen soll. Die Nachfrage übersteigt laut Management bereits die gesamte geplante Kapazität für 2027 und 2028.
Im Gesamtjahr 2025 erzielte T1 Energy einen Umsatz von 755 Millionen US-Dollar, ein Vielfaches des Vorjahres, als die Modulfertigung in Dallas gerade erst anlief. Profitabel ist das Unternehmen allerdings noch nicht: Die hohen Anlaufkosten und Zollbelastungen des Ramp-ups drücken weiterhin auf das Ergebnis.
Aschenbrenners Fonds erwarb im selben Quartal 10 Millionen T1-Energy-Aktien im Wert von rund 44 Millionen US-Dollar. Die Aktie stieg am Tag der Offenlegung um über 23 % zu. Die Investmentlogik fügt sich nahtlos in Aschenbrenners übergeordnete These ein: Die KI-Infrastruktur benötigt erhebliche Mengen an Strom, und amerikanische Solarkapazität ist ein potenziell schneller Weg, diesen Bedarf zu decken. T1 Energy steht damit an der Schnittstelle von Energie-Reshoring und KI-getriebenem Stromhunger.
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HIVE Digital Technologies: Vom Bitcoin-Miner zum KI-Infrastrukturanbieter
HIVE Digital Technologies (NASDAQ: HIVE) wurde 2017 als eines der ersten börsennotierten Krypto-Mining-Unternehmen gegründet und betreibt heute Rechenzentren in Kanada, Schweden und Paraguay, ausschließlich mit erneuerbarer Energie. Das Geschäftsmodell befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Neben dem weiterhin betriebenen Bitcoin-Mining baut HIVE über seine Tochtergesellschaft BUZZ High Performance Computing ein zweites Standbein im Bereich GPU-Cloud und KI-Rechenleistung auf.
Im Geschäftsjahr 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 115 Millionen US-Dollar. Die Bitcoin-Hashrate wurde auf 25,1 EH/s vervierfacht, und die wiederkehrenden Erlöse aus dem HPC-Geschäft erreichten 35 Millionen US-Dollar. Im Mai 2026 kündigte HIVE den Bau einer KI-„Gigafactory" im Großraum Toronto an: eine 320-Megawatt-Anlage für über 100.000 GPUs, geplante Investitionssumme rund 3,5 Milliarden kanadische Dollar, Inbetriebnahme in der zweiten Jahreshälfte 2027.
Leopold Aschenbrenners Situational Awareness LP eröffnete im ersten Quartal 2026 eine Position von rund 3,4 Millionen HIVE-Aktien im Wert von etwa 6,4 Millionen US-Dollar. Das Kalkül dahinter: Bitcoin-Miner wie HIVE verfügen bereits über die Stromverträge, die Kühlung und die physische Infrastruktur, die für den Betrieb von KI-Rechenzentren notwendig sind. Ihre Umrüstung ist schneller und günstiger als ein kompletter Neubau.
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Infrastruktur ist der Schlüssel zur KI-Rendite
Beide Unternehmen, HIVE als Betreiber von Recheninfrastruktur, T1 Energy als Stromlieferant, stehen für dieselbe Überzeugung: Die möglichen Renditechancen der KI-Ära werden nicht allein in der Software erwirtschaftet, sondern in der physischen Infrastruktur, die sie ermöglicht. Dass ein Investor wie Aschenbrenner, dessen Fonds in 18 Monaten von 254 Millionen auf über 13 Milliarden Dollar gewachsen ist, auf genau diese Wette setzt, verleiht der These zusätzliches Gewicht, auch wenn beide Investments mit erheblichen Ausführungsrisiken behaftet bleiben.
Risiken
Emittenten- / Bonitätsrisiko:
Anleger sind dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen können. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde kann im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.
Erhöhtes Verlustrisiko:
Wegen der Hebelwirkung besteht bei Hebelprodukten, wie z.B. bei den hierin genannten Turbo-Optionsscheinen und Mini Futures, ein erhöhtes Verlustrisiko (Totalverlustrisiko).
Marktrisiko / Preisänderungsrisiko:
Der Wert des Zertifikats kann während der Laufzeit durch die marktpreisbestimmenden Faktoren auch deutlich unter den Erwerbspreis fallen, wenn der Wert des Basiswerts fällt.
Währungsrisiko:
Da die Währung des als Basiswert zugrundeliegenden Index nicht Euro ist und der Index Aktien und Wertpapiere enthält, die in anderen Währungen notieren (z.B. US-Dollar), hängt der Wert des Zertifikats auch vom Umrechnungskurs zwischen der jeweiligen Fremdwährung (z.B. US-Dollar) und Euro (Währung des Zertifikats) ab. Dadurch kann der Wert des Zertifikats (in Euro) über die Laufzeit erheblich schwanken.
Wichtige Hinweise:
Diese Information ist weder eine Anlageberatung noch eine Anlagestrategie- oder Anlageempfehlung, sondern Werbung. Die vollständigen Angaben zu den Wertpapieren, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition verbundenen Risiken, sind in dem Basisprospekt, nebst etwaiger Nachträge, sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen beschrieben. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Es wird empfohlen, dass potenzielle Anleger diese Dokumente lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollständig zu verstehen. Die Dokumente sowie das Basisinformationsblatt sind auf der Internetseite des Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, Deutschland, unter prospectus.vontobel.com veröffentlicht und werden beim Emittenten zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten. Die Billigung des Prospekts ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Bei den Wertpapieren handelt es sich um Produkte, die nicht einfach sind und schwer zu verstehen sein können. In dieser Information sind Angaben enthalten, die sich auf die Vergangenheit beziehen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.