Investment Idee
Werbung

Europa mit Rückenwind

Logo Vontobel
Vontobel Markets
12. Feb. 2026 | 4 Minuten zu lesen
Inhalt
Frankfurt Europäische Zentralbank

Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen und anhaltender geopolitischer Risiken konnte die Eurozone im vergangenen Jahr 2025 ein solides Wachstum verzeichnen, welches die Prognose der Europäischen Kommission übertroffen hat. Verschiedene Faktoren wie sinkende Energiepreise, ein robuster Arbeitsmarkt, eine stabilere Lage in Frankreich und ein deutscher Fiskalimpuls könnten den Verlauf der Konjunktur auch im Jahr 2026 und darüber hinaus weiter begünstigen. Wir zeigen Anlegern verschiedene Anlagemöglichkeiten, mit denen Anleger an den Entwicklungen in Europa partizipieren könnten.

Inhalt

Wirtschaftswachstum über den Erwartungen

Die Europäische Union (EU) stellt einen gewaltigen Binnenmarkt dar und umfasst 27 EU-Länder und – mit gewissen Einschränkungen – vier Nicht-EU-Länder (Quelle: Generaldirektion Kommunikation der Europäischen Union, 11.02.26, Zahlen und Fakten zur Europäischen Union). Dabei gehört die EU in ihrer Gesamtheit zu den größten Volkswirtschaften der Welt mit einer Gesamtwirtschaftsleistung (BIP) von fast 20 Billionen Euro. Deutschland ist innerhalb der EU wirtschaftlich gesehen die stärkste Volkswirtschaft, gefolgt von Frankreich, Italien und Spanien. Die EU führt einen eigenen Haushalt, dessen Mittel hauptsächlich durch Beiträge der Mitgliedstaaten finanziert werden. Der EU-Jahreshaushaltsplan 2025 beläuft sich auf rund 200 Milliarden Euro. Zusammen mit dem Aufbaufonds NextGenerationEU beläuft sich der Haushalt 2021–2027 auf rund 2 Billionen EUR zu jeweiligen Preisen (Quelle: Generaldirektion Kommunikation der Europäischen Union, 11.02.26, So werden die EU-Haushaltsmittel ausgegeben). Diese Mittel werden verwendet für Finanzierungen und Vorhaben von größerer Tragweite, wie die grüne/digitale Transformation, Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheitsfragen, die die meisten EU-Länder eigenständig aus dem eigenen Haushalt nicht finanzieren könnten.

14 Prozent des internationalen Warenverkehrs entfallen auf die EU (Quelle: Eurostat – Website der Europäischen Union, 11.02.26, Internationaler Warenverkehr). Die Vereinigten Staaten sind das wichtigste Exportland der EU, während aus China die meisten Importe in die EU stammen. In diesem „Spannungsfeld“ bewegt sich die EU auf internationaler Bühne. Die US-Außenpolitik war und ist zuletzt stark getrieben durch die Zollpolitik des US-Präsidenten Trump und schüttelte vereinzelte Länder und deren Industrien und Gewerbe zuletzt ordentlich durch. Zu bedeutsam sind die USA als Exportpartner. Aber auch China und die Abhängigkeit von deren Seltenen Erden stellt eine Herausforderung dar. Insgesamt arbeitet die EU daran, Abhängigkeiten und Reibungsflächen mit beiden Handelspartnern gezielt zu managen und abzubauen.

Trotz der großen Herausforderungen auf der Weltbühne erwies sich die europäische Wirtschaft allerdings als erstaunlich robust. Im Gesamtjahr 2025 betrug das Wachstum (ohne Irland) etwa 1,0 Prozent. Dank einer starken Binnennachfrage könnte das Wirtschaftswachstum im Jahr 2027 sogar auf 1,5 Prozent ansteigen (Quelle: Bank Berenberg, 05.02.26, Eurozone: Sechs Gründe für etwas mehr Wachstum). Ein deutscher Konjunkturstimulus und ein positives Geschäftsklima haben dabei auch Auswirkungen auf einige seiner Nachbarländer. Auch der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz versucht mit Hilfe eines umfangreichen Konjunkturpakets die jüngst auf schwächelnden Beinen stehende deutsche Volkswirtschaft wieder auf Kurs zu bringen. Im Zentrum des Pakets stehen Deregulierung, Bürokratieabbau, steuerliche Entlastungen für Unternehmen sowie massive Investitionen (500 Milliarden Euro über 12 Jahre) in Infrastruktur und Rüstung, oft finanziert über Sondervermögen (Quelle: Die Bundesregierung, 02.10.25, Investitionsoffensive für das ganze Land).

Sinkende Energiepreise als Industriestimulus

Die Nachwehen des Energiepreisschocks aus den Jahren 2022/2023 sitzen der Industrie und den Privathaushalten noch in den Knochen. Historisch hohe Energiepreise (Gas und Strom) in Europa belasteten das produzierende Gewerbe sowie die Privathaushalte drastisch. Die Energiepreise wirkten sich zudem inflationstreibend aus, was wiederum die Wirtschaft zusätzlich belastete. Dabei können sich sinkende Energiepreise als bedeutender Stimulus für die Industrie erweisen, da sie die Produktionskosten erheblich senken und somit die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen steigern. Günstigere Energiepreise ermöglichen es Unternehmen, ihre Margen zu verbessern, Investitionen in neue Technologien oder Produktionskapazitäten zu tätigen und ihre Produkte zu wettbewerbsfähigeren Preisen anzubieten. Besonders energieintensive Branchen wie Chemie, Metallverarbeitung oder die Schwerindustrie profitieren von solchen Entwicklungen. Darüber hinaus können niedrigere Energiepreise die Konsumausgaben ankurbeln, da Verbraucher weniger für Energie aufwenden müssen und somit mehr verfügbares Einkommen für andere Güter und Dienstleistungen haben. Dies schafft zusätzliche Nachfrage und stärkt die gesamte Wirtschaft.

Die aktuell niedrigen Öl- und Gaspreise sowie strukturelle Verlagerungen und Einsparungen erlauben der Eurozone im Moment mehr Spielraum für anderweitige inländische Investitionen. Die US-Energiebehörde geht zusätzlich davon aus, dass die weltweiten Ölvorräte bis ins Jahr 2026 steigen werden, was in den kommenden Monaten einen erheblichen Abwärtsdruck auf die Ölpreise ausüben könnte (Quelle: finanzen.net, 03.11.25, Ölpreis-Ausblick). Dies lässt sich auch am Kursverlauf des Brent Crude Oil Future-Kontrakts erkennen, der aktuell auf einem tieferen Niveau notiert (ca. USD 68,80 am 10. Februar 2026) im Vergleich zu dem

5-Jahres-Kursentwicklung vom Brent Crude Oil Future von Februar 2021 bis Februar 2026

Stabiler EU-Arbeitsmarkt und Innenpolitik Frankreichs

Die Arbeitslosenquote ist ein zentraler, nachlaufender Konjunkturindikator (Spätindikator), der den Anteil der Arbeitslosen an den Erwerbspersonen misst. Der EU-Arbeitsmarkt zeigt sich 2025 trotz konjunktureller Herausforderungen allerdings robust. Mit einer Arbeitslosenquote von rund 5,9 Prozent im Dezember 2025 ist diese auf den niedrigsten Stand gesunken seit der Einführung des Euro im Jahr 1999 (Quelle: Statistisches Bundesamt Destatis, 11.02.26, Europa in Zahlen – Arbeitsmarkt). Allerdings betrifft ein Fachkräftemangel einige exportstarke Länder und dürfte perspektivisch eine weitere Herausforderung darstellen. Insgesamt könnte sich die niedrige Arbeitslosigkeit positiv auf das Verbrauchervertrauen und die inländischen Konsumausgaben auswirken und wiederum zu einer weiteren Stärkung der Binnennachfrage beitragen.

Frankreich steckt Anfang 2026 in einer Krise, geprägt von einer Rekordverschuldung von rund 3,5 Billionen Euro, politischer Instabilität, hoher Regierungsunruhe und gesellschaftlicher Unzufriedenheit. Frankreich hat Anfang 2026 mit geschätzt über 3,5 Billionen Euro die absolut höchste Staatsverschuldung in der EU, was etwa 114–118 Prozent des Bruttoinlandsprodukts entspricht. Nach Jahren der Neuverschuldung, die weit über den EU-Stabilitätskriterien liegt, sollen eingeleitete Sparmaßnahmen (rund 60 Milliarden Euro Einsparungen geplant) die Finanzlage stabilisieren. Der jüngst am 2. Februar verabschiedete Haushalt für das Jahr 2026 konnte zumindest den jüngsten innenpolitischen Haushaltsstreit beenden. Zusätzlich bekräftigt der französische Regierungschef Sébastien Lecornu, das Haushaltsdefizit auf maximal fünf Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung begrenzen zu wollen, um die Schuldenproblematik in den Griff zu bekommen (Quelle: Tagesschau, 20.01.2026, Lecornus Ausweg aus der Sackgasse).

Verschiedene Anlagemöglichkeiten für ein Engagement in Europa

Hier einige ausgewählte Anlagemöglichkeiten, mit denen Anleger an den Entwicklungen in Europa partizipieren könnten.

Vontobel European Recovery Basket

Die europäische Wirtschaft steht vor Herausforderungen. Besonders die Chemie-, Metall- und Automobilindustrie litten zuletzt unter strukturellen Problemen. Doch die Prognosen sind optimistisch und lassen eine Erholung der Euro-Wirtschaft erwarten. Genau hier setzt die Idee des Vontobel European Recovery Baskets an.

Der Vontobel European Recovery Basket bietet Anlegern die Möglichkeit, von einer Erholung der europäischen Wirtschaft profitieren zu können. Mit klarem Fokus auf Qualität und Zukunftspotenzial eröffnen sie Perspektiven in einem Marktumfeld, das sich nach schwierigen Zeiten wieder auf Wachstumskurs begeben könnte. Der Fokus liegt auf Aktien, die in den letzten 12 Monaten eine deutliche Kurskorrektur erlebt haben – jedoch mit solidem Fundament und Turnaround-Potenzial. Selektiert werden Unternehmen, die durch Maßnahmen wie strukturelle Veränderungen, Managementwechsel oder Anpassungen an äußere Umstände wieder an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen können. Gleichzeitig werden Unternehmen mit anhaltenden strukturellen Problemen, wie etwa in der Automobilindustrie, bewusst gemieden.

Solactive Europe Aerospace and Defense Index

Geopolitische Spannungen und internationale Konflikte haben einen tiefgreifenden sicherheitspolitischen Wandel in Europa ausgelöst. Die sogenannte «Zeitenwende» markiert eine neue Ära: NATO-Staaten erhöhen ihre Verteidigungsausgaben, um den gestiegenen Herausforderungen gerecht zu werden. Europa stellt die Weichen für eine neue sicherheitspolitische Zukunft. Das Tracker-Zertifikat auf den Solactive Europe Aerospace and Defense Index ermöglicht an diesen Entwicklungen zu partizipieren.

Risiken

Emittenten- / Bonitätsrisiko:

Anleger sind dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen können. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde kann im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

Marktrisiko / Preisänderungsrisiko:

Der Wert des Zertifikats kann während der Laufzeit durch die marktpreisbestimmenden Faktoren auch deutlich unter den Erwerbspreis fallen, wenn der Wert des Basiswerts fällt.

Marktrisiko:

Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen ist von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen hat. Der Aktienkurs kann sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen können.

Wichtige Hinweise:

Diese Information ist weder eine Anlageberatung noch eine Anlagestrategie- oder Anlageempfehlung, sondern Werbung. Die vollständigen Angaben zu den Wertpapieren, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition verbundenen Risiken, sind in dem Basisprospekt, nebst etwaiger Nachträge, sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen beschrieben. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Es wird empfohlen, dass potenzielle Anleger diese Dokumente lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollständig zu verstehen. Die Dokumente sowie das Basisinformationsblatt sind auf der Internetseite des Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, Deutschland, unter prospectus.vontobel.com veröffentlicht und werden beim Emittenten zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten. Die Billigung des Prospekts ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Bei den Wertpapieren handelt es sich um Produkte, die nicht einfach sind und schwer zu verstehen sein können. In dieser Information sind Angaben enthalten, die sich auf die Vergangenheit beziehen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

Haben Sie Fragen?

Unser Team hilft Ihnen gerne weiter.markets.deutschland@vontobel.com00 800 93 00 93 00
Sie erreichen uns telefonisch montags bis freitags, 08:00 - 18:00 Uhr

Markets Newsletter

Markets Newsletter

Abonnieren Sie Informationen über Strukturierte Wertpapiere

Title

Ihre persönlichen Daten werden gemäß der Vontobel Privacy Policy verarbeitet.

Vontobel Markets – Bank Vontobel Europe AG und/oder verbundene Unternehmen. Alle Reche vorbehalten.

Bitte lesen Sie diese Information bevor Sie fortfahren, da die auf unserer Webseite enthaltenen Produkte und Dienstleistungen gewissen Personen nicht zugänglich sind. Allein maßgeblich sind die jeweiligen Wertpapierprospekte, die bei der Emittentin, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, Deutschland, und auf dieser Internetseite erhältlich sind. Copyright by Bank Vontobel Europe AG