Investment Idee
Werbung

Hunger auf mehr – Fast-Food im Fokus

31. Okt. 2023 | 4 Minuten zu lesen

Wer Hunger auf einen Burger hat, wird schnell an ein bestimmtes Unternehmen denken. McDonald’s ist der umsatzstärkste Fast-Food-Konzern und in fast jeder größeren Stadt präsent. McDonald’s unterhält ein Franchise-Modell und erhält dafür Lizenzgebühren. Das Filialnetz soll in diesem Jahr um 1.900 Standorte erweitert werden und für weiteres Wachstum sorgen.

Ein globaler Player

Die Zahlen sind eindrücklich für ein vermeintlich einfaches Geschäft. Der Fast-Food-Konzern McDonald’s ist in knapp 120 Ländern mit über 40.000 Filialen vertreten. Zudem gehört der Konzern inklusive der Franchisenehmer mit 2,2 Millionen Beschäftigten zu den fünf größten Arbeitgebern weltweit. Im Schnitt werden täglich mehr als 65 Millionen Menschen bedient. Das Geschäftsmodell ist simpel, aber für die bisherige Erfolgsgeschichte des Unternehmens entscheidend. Ein Franchisegeber gewährt dem Franchisenehmer das Recht, Produkte zu verkaufen und die Marke zu nutzen. Im Gegenzug erhebt der Franchisegeber umsatzabhängige Lizenzgebühren. Die Investitionen in die Ausstattung (Küchengeräte, Mobiliar, etc.) werden vom Franchisenehmer gestemmt. Das Geschäftsmodell von McDonald’s baut hauptsächlich auf dem Franchising-Modell auf. Nur fünf Prozent der Restaurants gehören dem Konzern selbst. Unter den Franchise-Restaurants gibt es allerdings Unterschiede. Bei ungefähr der Hälfte der Restaurants gehören das Land und Gebäude dem Konzern und werden weitervermietet. Bei den restlichen Filialen bleibt es bei den umsatzabhängigen Lizenzgebühren.

McDonald’s unterteilt seine Geschäftsaktivität in drei Hauptmärkte: USA, internationale Märkte und internationale Entwicklung. Bei den internationalen Märkten handelt es sich größtenteils um Industrieländer, während es sich bei Entwicklung hauptsächlich um Emerging Markets handelt. Rund 40 Prozent der Restaurants befinden sich in diesen aufstrebenden Ländern, gefolgt von den USA, die ca. ein Drittel abdecken. Gemessen an den Umsätzen steuern die internationalen Märkte mit einem Anteil von rund der Hälfte am meisten dazu bei, während die USA 40 Prozent verantworten. Die aufstrebenden Länder haben zwar die meisten Filialen, tragen allerdings nur rund zehn Prozent zum Umsatz bei. Hinsichtlich des Betriebsergebnis sieht es ähnlich aus.

Drei Wachstumspfeiler

Das zukünftige Wachstum von McDonald’s soll auf drei Pfeilern aufbauen: Marketing, Kernkompetenzen und den vier Ds (Digital, Delivery, Drive through, Development). Das Marketing fokussiert sich auf die Markenbekanntheit und die Erschwinglichkeit des Angebots. Weiter wird ein Schwerpunkt auf das Kernangebot gelegt, mit dem ungefähr 70 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet wird. Zu diesen Produkten gehören Klassiker wie der „Big Mac“ oder die Pommes Frites. Diese Produkte sollen weiter verbessert und an lokale Bedingungen angepasst werden.

Inhalt der vier Ds ist es, die digitalen Fähigkeiten zu entwickeln, um ein personalisiertes und angenehmes Nutzererlebnis anzubieten. Wichtige Bestandteile dieses Vorhabens sind die Weiterentwicklung der App und der Ausbau des Lieferangebots. Über die Hälfte der Filialen verfügen über eine Durchfahrtsmöglichkeit (engl. drive through), was im Vergleich zu Konkurrenz als strategischer Vorteil eingestuft wird. Der offensichtliste Wachstumsimpuls dürften Neueröffnungen (Development) sein. Zusätzliche Filialen sind neue Verkaufspunkte, welche sich positiv auf die Umsätze auswirken sollen. In den letzten vier Jahren wurden im Schnitt (netto ) 800 neue Standorte eröffnet, was einem jährlichen Filialwachstum von ungefähr zwei Prozent entspricht. Zu Beginn des Jahres verkündete der Konzern, dass in diesem Jahr 1.900 neue Standorte eröffnet werden sollen – das höchste Wachstum seit 10 Jahren.

Deutliches Wachstum im ersten Halbjahr

Die Umsätze aller Filialen (Franchise & Konzernbesitz) fielen nach dem ersten Halbjahr zehn Prozent höher aus als in der Vorjahresperiode. Fast 40 Prozent dieser Umsätze sind auf digitale Kanäle zurückzuführen. Neue Filialen haben 1,5 Prozent zum Wachstum der Umsätze beigetragen. Das Betriebsergebnis legte um rund 80 Prozent zu, wobei dieser Sprung hauptsächlich auf einen tieferen Wert in der Vorjahresperiode aufgrund einer größeren, außerordentlichen Abschreibung zurückzuführen ist. Unter Ausklammerung dieser Sonderfaktoren lag das Wachstum bei 16 Prozent. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern eine Betriebsmarge im Bereich von ungefähr 45 Prozent. Die Ergebnisse übertrafen die Erwartungen sowohl auf Umsatz- als auch Betriebsebene. Wie Reuters und andere Nachrichtenagenturen berichteten, sollen die Lizenzgebühren per Jahresbeginn 2024 von vier auf fünf Prozent steigen. Es wird erwartet, dass diese Maßnahme positiv zur Konzernprofitabilität beiträgt. Allerdings wird die höhere Gebühr nur auf Neueröffnungen erhoben, bestehende Standorte sind nicht betroffen.

Die Fast-Food-Branche bleibt natürlich auch nicht vom aktuellen Konjunkturumfeld verschont. Laut Aussagen der Geschäftsleitung spürt man die geringere Kaufkraft der Kundschaft. Es wurde zwar weniger und preisbewusster bestellt, allerdings wurden die Filialen noch immer gut besucht. Der Konzern blickt zuversichtlich in die Zukunft. Das Menüangebot umfasst Essen zu verschiedenen Preispunkten. Werbeaktionen locken Kunden in die Filialen und digitale Kanäle bleiben beliebt. Kooperationen mit berühmten Persönlichkeiten und Werbekampagnen stärken die Markenbekanntheit und Kundenbindung. Schließlich kündigte der Konzern eine neue Kette mit dem Namen „CosMc’s“ an. Es handelt sich um ein Konzept in kleinerem Format und wird an ausgewählten Orten ausgerollt. Weitere Details sollen im Dezember am Investorentag folgen. Am Montag, den 30.10.2023, präsentiert McDonald’s Zahlen für das aktuelle Quartal. Analysten erwarten einen Gewinn von 2,99 US-Dollar je Aktie und einen Umsatz von 6,6 Milliarden US-Dollar.

Ein Blick auf die Konkurrenz

Ein direkter Konkurrent von McDonald’s ist Restaurant Brands International. Hinter diesem Namen verstecken sich vier Fast-Food-Ketten. Die wohl in Deutschland bekannteste Kette davon ist Burger King. Obwohl es scheint, dass Burger King hierzulande McDonald’s das Wasser reichen kann, zeigt ein Blick auf die Umsätze, dass gesamtheitlich betrachtet McDonald’s deutlich größer ist. Restaurant Brands International wies im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz von 6,5 Milliarden US-Dollar aus, was weniger als einem Drittel des Umsatzes von McDonald’s entspricht. Im ersten Halbjahr 2023 konnte Restaurant Brand International Umsatz und Gewinn steigern. Ob sich dieser Trend auch im aktuellen Quartal fortsetzt, bleibt abzuwarten.

Weltweit erfolgreich, aber nicht unbedingt für Burger bekannt, ist Starbucks. Das Kaffeehaus, das für Kreationen wie „Pumpkin Spice Latte“ und „Cinnamon Roll Frappuccino“ bekannt ist, verbuchte im zurückliegenden Geschäftsjahr einen Umsatz von über 32 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn von über 3 US-Milliarden Dollar. Der Umsatz wächst seit der Pandemie kontinuierlich an. Da für Starbucks das aktuelle Geschäftsjahr schon im September zu Ende ging, legt der Konzern am 2. November Zahlen für das Gesamtjahr vor. Hier wird sich zeigen, ob der Trend aus der Vergangenheit fortgesetzt werden kann.

Protect Multi Aktienanleihen beziehen sich auf mehrere Basiswerte, womit der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos ist, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreicht. Anleger sollten auch beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags in der Regel der Basiswert maßgeblich ist, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt hat (sogenannte Worst-of-Strukur), das heißt, dass das Risiko eines Verlustes des investierten Kapitals bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher ist als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert.

Der Wert des Zertifikats kann während der Laufzeit durch die marktpreisbestimmenden Faktoren auch deutlich unter den Erwerbspreis fallen, wenn der Wert des Basiswerts fällt.

Anleger sind dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen können. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde kann im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

Diese Information ist weder eine Anlageberatung noch eine Anlagestrategie- oder Anlageempfehlung, sondern Werbung. Die vollständigen Angaben zu den Wertpapieren, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition verbundenen Risiken, sind in dem Basisprospekt, nebst etwaiger Nachträge, sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen beschrieben. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Es wird empfohlen, dass potenzielle Anleger diese Dokumente lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollständig zu verstehen. Die Dokumente sowie das Basisinformationsblatt sind auf der Internetseite des Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, Deutschland, unter prospectus.vontobel.com veröffentlicht und werden beim Emittenten zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten. Die Billigung des Prospekts ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Bei den Wertpapieren handelt es sich um Produkte, die nicht einfach sind und schwer zu verstehen sein können. In dieser Information sind Angaben enthalten, die sich auf die Vergangenheit beziehen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

Tags: