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Die Zukunft der mRNA-Impfstoffe

26. Okt. 2021 | 3 Minuten zu lesen

Veränderungen in der Medizin brauchen Zeit. So wurde an dem mRNA-Verfahren über zwei Jahrzehnte lang geforscht ohne größere Beachtung in der breiten Bevölkerung zu finden. Durch den Beginn der Pandemie änderte sich dies jedoch schlagartig. In Rekordzeit konnten mRNA-Impfstoffe entwickelt werden und zeigten, dass das Prinzip funktioniert, und stellten die vielen Vorzüge der Technologie unter Beweis. Dies sorgte bei den Unternehmen BioNTech SE und Moderna Inc. für rasant steigende Aktienkurse und Umsatzrekorde, wie die Welt berichtete.

Künftiges Potential

Viele Wissenschaftler sehen in mRNA (Messenger Ribonucleic Acid) eine große Zukunft. Im Vergleich zu klassischen Impfstoffen bietet die neue Technologie etliche Vorteile. So lasse sich die mRNA schnell, kostengünstig und in großen Mengen produzieren. Der Mitgründer und CEO von BioNTech SE, Ugur Sahin, verkündete, die Technologie habe ein Riesenpotential und das „Verfahren hat die Tür zu einer neuen Klasse von Arzneimittel geöffnet, die bisher ungelöste Herausforderungen in der Medizin adressieren könnte“. Auch der mRNA-Pionier Ingmar Hoerr, Gründer von CureVac, betont, „der Ansatz eröffnet ein ganzes Universum an Möglichkeiten“. So werden aktuell laut Welt dutzende Studien mit mRNA-Präparaten durchgeführt – in Bereichen von Infektionskrankheiten über Krebs bis zu Autoimmunerkrankungen.

Der praktische Anwendungsbereich war anfangs bei BioNTech und CureVac auf Krebstherapien fokussiert. Der Vorteil ist, laut Ugur Sahin, dass ein Impfstoff präzise für einen bestimmten Tumor maßgeschneidert, individualisiert und schnell hergestellt werden kann. Dadurch könne speziell auf den Patienten eingegangen werden, was mit der etablierten Technologie nicht möglich gewesen sei. Damit komme man dem Ziel der personalisierten Medizin näher, wo jeder Patient eine speziell angepasste Therapie erhält.

Das Fachjournal Science gab im Januar bekannt, ein Team von Wissenschaftlern sei aktuell an der Erforschung von mRNA-basierten Wirkstoffen gegen Multiple Sklerose (MS) tätig. Auch BioNTech forscht aktuell an Infektionskrankheiten wie Malaria, Tuberkulose oder HIV, wie die Welt berichtete. Moderna habe dabei bereits ein Präparat bei einer HIV-Studie in Prüfung, um die Verträglichkeit bei den Patienten zu untersuchen.

Krebsforscher Niels Halama sieht die Entwicklung der mRNA-Technologie jedoch noch relativ am Anfang. So gebe es noch eine riesige Vielfalt von Möglichkeiten, bei welchen mRNA große Erfolge erzielen könnte.

Vorsprung von BioNTech und Moderna

Die mRNA-Impfstoff-Produzenten BioNTech/Pfizer und Moderna zählen zu den großen Gewinnern der Pandemie. Durch die schnelle Entwicklung und Zulassung Ihrer Vakzine konnten beide Unternehmen stark wachsen. Dieses Wachstum soll jedoch noch nicht zu Ende sein. Die britische Analysefirma Airfinity rechnet dabei mit beinahe einer Verdopplung der Erlöse von BioNTech und Moderna im Jahre 2022. Einer der Gründe für den erwarteten Umsatzsprung liegt in der steigenden Nachfrage nach Auffrischungs-Impfungen. Wie das Handelsblatt mitteilt, ist die „Booster“-Impfung in den USA und der EU bereits zugelassen. Dabei sei in vielen Ländern die dritte Impfung, gerade bei älteren Patienten und Risikogruppen, bereits gängig. Auch die Zulassung für den Einsatz bei Kindern sei in Sicht.

Neben der Auffrischungs-Impfung ist der Bedarf in Entwicklungs- und Schwellenländern nach wie vor ungebrochen hoch. So sind nach Schätzung von Airfinity gerade einmal 30 Prozent der Weltbevölkerung vollständig geimpft Es wird angenommen, dass dieser Wert in manchen Ländern sogar noch unter zehn Prozent liegt. In diesen Ländern erzielt BioNTech/Pfizer sowie Moderna bereits jeweils rund ein Viertel und einen Fünftel ihrer Umsätze.

Gerade aufgrund der hohen Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten der mRNA-Vakzine, welche sonst kein anderer Impfstoff bislang erreichen konnte, sowie Lieferengpässen bei der Konkurrenz, besteht die Chance, zusätzliche Marktanteile zu gewinnen. Somit sollen auch die hohen Preise der mRNA-Vakzine weiter gehalten werden können.

Zusätzlich fehlt es aktuell an Konkurrenz auf dem mRNA-Markt. Sowohl CureVac als auch Sanofi haben ihre ersten mRNA-Impfstoff-Projekte mittlerweile aufgegeben. Berichten des Handelsblatts zufolge seien bei der zweiten Impfstoffgeneration von CureVac mit Glaxo-Smithkline (GSK) bislang die klinischen Studien noch nicht angelaufen. Der proteinbasierte Impfstoff von Sanofi in Zusammenarbeit mit GSK befinde sich aktuell noch in Phase 3 der Studie.

Abhängig von globaler Impfkampagne

Die Vakzin-Produzenten sehen sich jedoch auch gewissen Risiken ausgesetzt. Wie vom Handelsblatt beschrieben, sind sie sehr abhängig von politischen Entscheidungen zur Impfkampagne. Auch die Medienberichterstattung über Impfstoffe und die Pandemie haben einen direkten Einfluss auf die Bevölkerung des Landes und deren Impfbereitschaft.

Zusätzlich soll erwähnt sein, dass manche Marktbeobachter die Aktien als stark überbewertet einstufen. Der Analyst Geoff Meacham von der Bank of America bezeichnet das Hoch der Moderna-Aktie am 10.August als gar „lächerlich“ und sieht eine Korrektur von bis zu 75 Prozent des Kurses als realistisch.

Ebenfalls gibt es Unsicherheit mit Blick in die Zukunft über das Jahr 2022 hinaus. Die Mehrheit der Analysten geht von deutlich sinkenden Erträgen im Covid-Geschäft ab 2023 aus, wie einem Artikel des Handelsblattes zu entnehmen ist.

Berichtsaison

Wir stehen aktuell mitten in der Berichtsaison zum dritten Quartal. Falls Sie sich für mRNA-Impfstoff-Hersteller interessieren, markieren Sie sich die folgenden Termine, an denen die Quartalszahlen bekannt gegeben werden, im Kalender.

Sanofi-Aventis Group     28.10.2021

Moderna Inc.                    04.11.2021

BioNTech SE                    09.11.2021

CureVac N.V.                    06.12.2021 (erwartet)

Ausgewählte Risiken

Protect Multi Aktienanleihen beziehen sich auf mehrere Basiswerte, womit der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos ist, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreicht. Anleger sollten auch beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags in der Regel der Basiswert maßgeblich ist, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt hat (sogenannte Worst-of-Strukur), das heißt, dass das Risiko eines Verlustes des investierten Kapitals bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher ist als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert.

Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen ist von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen hat. Der Aktienkurs kann sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen können.

Anleger sind dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen können. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde kann im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

Diese Information ist weder eine Anlageberatung noch eine Anlagestrategie- oder Anlageempfehlung, sondern Werbung. Die vollständigen Angaben zu den Wertpapieren, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition verbundenen Risiken, sind in dem Basisprospekt, nebst etwaiger Nachträge, sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen beschrieben. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Es wird empfohlen, dass potenzielle Anleger diese Dokumente lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollständig zu verstehen. Die Dokumente sowie das Basisinformationsblatt sind auf der Internetseite des Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, Deutschland, unter prospectus.vontobel.com veröffentlicht und werden beim Emittenten zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten. Die Billigung des Prospekts ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Bei den Wertpapieren handelt es sich um Produkte, die nicht einfach sind und schwer zu verstehen sein können. In dieser Information sind Angaben enthalten, die sich auf die Vergangenheit beziehen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

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