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Luxusgüter bleiben gefragt

21. Apr. 2023 | 3 Minuten
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Im Geschäft mit Luxusgütern läuft es rund. Der weltweite Markt für Luxusgüter hat sich 2022 trotz unsicherer Rahmenbedingungen erfreulich entwickelt. Bis 2030 soll das Wachstum insbesondere durch eine grössere Kundschaft und der Nachfrage der Millennial-Generation angetrieben werden.

Die Kundschaft behält den Appetit nach Luxusgütern und hat ein erfolgreiches Jahr zurückgelegt. Gemäss einer Studie des Beratungsunternehmen Bain & Company in Zusammenarbeit mit der Vereinigung italienischer Luxusgüterhersteller «Fondazione Altagamma» wuchs der Markt für Luxusgüter im vergangenen Jahr rund 19-21%.

Der Luxusgütermarkt wird grösstenteils von drei Kategorien geprägt: Fahrzeuge, Gastgewerbe und persönliche Güter. Letzteres wird als Kernmarkt angesehen und erzielte das höchste Wachstum. Zur Kategorie persönliche Güter gehören Lederwaren, Mode, Schmuck und Uhren und Kosmetik. Die Studie rechnet für das vergangene Jahr mit einem Verkaufserlös von rund 353 Milliarden Euro, ein Anstieg von 22% gegenüber dem Vorjahr.

Altes bewährt sich

Die traditionellen Absatzmärkte (Kernmarkt persönliche Güter) in den USA und Europa bewährten sich. Die Nachfrage in den USA blieb weiterhin hoch, was sich mit einem Wachstum von 25% widerspiegelte. In Europa hielten sich vermehrt wieder Touristen aus den USA und dem Nahen Osten auf. Interessant ist die Beobachtung, dass der Umsatz von Amerikanern sich im Vergleich zu 2019 verdoppelt hat. Dies ist auf mehr Verkäufe und einer höhere Verkaufssumme zurückzuführen.

Grundsätzlich wuchs der Kernmarkt in Asien ebenfalls, ausser in China. In China hinderten die Pandemie Massnahmen das Wachstum. Nichtdestotrotz ist der chinesische Markt bereits ein wichtiger Markt und wird es voraussichtlich auch in der Zukunft bleiben, aufgrund der Bevölkerungsgrösse und dem zunehmenden Wohlstand. In Japan erreichten die Umsätze erstmals wieder das Niveau von 2019, getrieben von der lokalen Bevölkerung und der Rückkehr von Touristen.

Mehrere Wachstumspfeiler

Es werden regelmässig mehrere Faktoren genannt, warum der Luxusgütermarkt in der Zukunft attraktiv bleiben soll.

Die Studie von Bain & Company schätzte den Markt für Luxusgüter im vergangenen Jahr auf 400 Millionen Personen. Dieser Wert soll bis 2030 auf 500 Millionen steigen. Dieses Potenzial soll durch neue Kunden in aufstrebenden Märkten wie Asien und Afrika erreicht werden. Ein weiterer Faktor ist der Generationenübergang und die steigende Nachfrage nach Luxusgütern der Generation «Y» & und «Z». Es wird aufgeführt, dass die «jüngere» Generation solche Güter bereits früher kauft als in der Vergangenheit. Ausserdem ist die sehr vermögende Kundschaft bereit, für exklusive und einzigartige Produkte und Erfahrungen, tief und öfters in die Tasche zu greifen. 

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Der Riese aus Frankreich

Die in Frankreich domizilierte Louis Vuitton Moët Hennessy (LVMH) ist im Bezug auf Luxusgüter breit diversifiziert. Der Konzern führt die Bereiche Getränke, Mode & Lederwaren, Kosmetik, Schmuck & Uhren und schliesslich die Einzelhandelssparte.

Im ersten Quartal stieg der Umsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode um 17% auf 21 Milliarden Euro und übertraf die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten. Das Wachstum angetrieben hat der Einzelhandelssparte mit +28% organischem Wachstum. Das grösste Segment, Mode & Lederwaren, konnte um 18% zulegen, gefolgt von Schmuck & Uhren und Kosmetik mit +11% resp. +10% Wachstum.

Einen Aufschwung verspürte der Konzern in Asien aufgrund der Aufhebung der Massnahmen. In Europa blieb die Nachfrage von Touristen weiterhin hoch.

Die Zeit stets im Griff

Zur Konkurrenz aus der Schweiz zählt Richemont. Die Tätigkeit umfasst Schmuck, Uhren, Mode und Zubehör. Die aktuellsten Zahlen liegen für das letzte Quartal 2022 vor.

Der Umsatz stieg um 8% auf 5.4 Milliarden Euro. Damit lag das Wachstum tiefer als von den Analysten geschätzt. Aufgrund der verhängten Massnahmen in China blieben viele Geschäfte geschlossen. In Japan wurde ein Wachstum 43% verzeichnet, was der Konzern u.a. auf die Aufhebung der Massnahmen zurückführte. Mit einer vergleichbaren Lockerung oder Aufhebung in China werde deshalb weiteres Wachstum erwartet.

Europa erfreute sich an der Vielzahl an Touristen aus den USA und dem Nahen Osten. Bemerkbar machte sich diese Entwicklung bei Richemont mit erhöhten Verkaufszahlen für Schmuck und Uhren. Insgesamt erzielte des grösste Segment, Schmuck, ein Wachstum von 11% während die Uhrenmarken um 3% zurückgingen.

Ende März kündigte Richemont an, mit Marke «Cartier» in das Geschäft mit zertifizierten Secondhand-Uhren einzusteigen. Dafür wird die auf den Handel mit gebrauchten Zeitmessern spezialisierte Plattform «Watchfinder» genutzt, die ebenfalls Richemont gehört. Mit der angekündigten Zusammenarbeit wird Cartier offizielle Garantiezertifikate für Uhren auf der Plattform anbieten. Im vergangenen Jahr hatte der Uhrenhersteller «Rolex» den einstieg in dieses Marktsegment angekündigt.

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