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Next Stop: Space Economy

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Vontobel Markets
19. Juni 2026 | 3 Minuten
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Sternenwarte auf einem Berg

Immer mehr wirtschaftliche Schlüsseltrends entstehen heute außerhalb der klassischen Industriestrukturen – und die Nutzung orbitaler Infrastruktur entwickelt sich zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Neue Anwendungen, datengetriebene Geschäftsmodelle und technologische Integration verändern gleichzeitig ganze Branchen und schaffen ein Umfeld, in dem sich innovative Unternehmen frühzeitig strategisch positionieren können, um von langfristigen strukturellen Veränderungen zu profitieren. Die Entwicklung der Branche ist jedoch mit Unsicherheiten verbunden, insbesondere im Hinblick auf technologische, regulatorische und finanzielle Faktoren. Besonders im Kontext der Digitalisierung, Automatisierung und globalen Vernetzung nimmt die Weltraumwirtschaft dabei eine zunehmend zentrale Rolle ein.

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Alle Augen waren auf das SpaceX-IPO gerichtet

Der jüngste Börsengang von SpaceX hat die Aufmerksamkeit der Märkte weltweit auf die neue Weltraumwirtschaft gelenkt. Mit einem Emissionsvolumen von rund 75 Milliarden US-Dollar zählt das NASDAQ-100®-Debüt vom 12. Juni 2026 zu den spektakulärsten Technologie-IPOs der Geschichte und liess die Bewertung des Unternehmens in Richtung 2 Billionen US-Dollar steigen. Getrieben von stabilen Einnahmen durch das Satellitennetzwerk Starlink, ambitionierten Plänen für KI-Infrastruktur im All und massiven Kostenvorteilen durch die nächste Generation von Starship-Raketen gilt das Unternehmen als bedeutender Akteur innerhalb einer wachsenden Industrie. Gleichzeitig bleiben die ambitionierte Bewertung sowie der enorme Kapitalbedarf zentrale Risikofaktoren – und unterstreichen, wie dynamisch, aber auch anspruchsvoll der Markt rund um die Space Economy ist.

Weltraumwirtschaft im Wandel: Neue Märkte, neue Chancen

Die globale Raumfahrtindustrie befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Was lange Zeit vor allem von staatlichen Raumfahrtbehörden geprägt wurde, hat sich zunehmend zu einem kommerziellen Wachstumsmarkt entwickelt. Private Unternehmen treiben Innovationen voran, während staatliche Akteure verstärkt als Auftraggeber und Partner auftreten. Sinkende Startkosten durch wiederverwendbare Trägersysteme, Miniaturisierung von Satelliten (z. B. CubeSats) sowie technologische Fortschritte bei Sensorik und Datenverarbeitung eröffnen neue Geschäftsmöglichkeiten.

Darüber hinaus beschleunigen geopolitische Entwicklungen und nationale Sicherheitsinteressen den Ausbau orbitaler Infrastruktur. Satelliten werden zunehmend als strategische Assets betrachtet, was zusätzliche Investitionen in entsprechende Technologien begünstigt. Parallel dazu steigt die Nachfrage aus kommerziellen Bereichen wie Telekommunikation, Erdbeobachtung und globaler Internetversorgung.

Satelliten spielen eine Schlüsselrolle in dieser Entwicklung. Sie ermöglichen globale Kommunikation, Navigation, Wetterbeobachtung und die Erfassung von Geodaten. Gleichzeitig entstehen neue Anwendungsfelder in Bereichen wie Präzisionslandwirtschaft, autonomer Logistik, Katastrophenmanagement, Verteidigung, Internetkonnektivität in entlegenen Regionen sowie datengetriebene Finanz- und Versicherungsmodelle. Experten gehen davon aus, dass die Space Economy langfristig ein Marktvolumen im Billionenbereich erreichen könnte.

Satelliten als Rückgrat der modernen Infrastruktur

Die wirtschaftliche Bedeutung von Satelliten geht längst über die Raumfahrt hinaus. Satellitennetzwerke bilden die Grundlage für zahlreiche digitale Dienstleistungen und kritische Infrastrukturen. Moderne Kommunikationssysteme, globale Lieferketten, Navigation (z. B. GPS) sowie militärische und zivile Sicherheitsanwendungen sind zunehmend von zuverlässigen und präzisen Satellitendaten abhängig.

Ein bedeutender Wachstumstreiber ist die exponentielle Zunahme datenbasierter Anwendungen. Erdbeobachtungssatelliten liefern hochauflösende Daten, die in Echtzeit analysiert werden können – etwa zur Überwachung von Klimaveränderungen, zur Optimierung landwirtschaftlicher Erträge oder zur Bewertung von wirtschaftlichen Aktivitäten. Diese Daten bilden die Grundlage für neue Geschäftsmodelle in den Bereichen Analytics, künstliche Intelligenz und Cloud Computing.

Parallel wächst die Nachfrage nach leistungsfähigen Daten- und Rechenkapazitäten. Die Verarbeitung grosser Datenmengen aus dem All erfordert spezialisierte Softwarelösungen, skalierbare Cloud-Infrastrukturen und Hochleistungsrechenzentren. Dadurch entstehen neue Geschäftsfelder für Unternehmen, die zwar nicht unmittelbar Raketen oder Satelliten bauen, aber entscheidende Bausteine der Weltraumwirtschaft bereitstellen – beispielsweise Halbleiterhersteller, Softwareanbieter oder Betreiber digitaler Plattformen.

Die Space Economy umfasst weit mehr als Raumfahrtunternehmen

Ein wesentliches Merkmal der modernen Space Economy ist ihre breite industrielle Basis. Neben klassischen Raumfahrtunternehmen profitieren auch zahlreiche Unternehmen aus angrenzenden Industrien. Dazu zählen unter anderem Zulieferer für elektronische Komponenten, Anbieter von Kommunikationstechnologie, Betreiber von Satellitennetzen sowie Unternehmen, die Satellitendaten für konkrete Anwendungen nutzen.

Diese Diversifikation macht die Space Economy zu einem komplexen, aber gleichzeitig besonders vielseitigen Investmentthema. Die Wertschöpfung verteilt sich entlang mehrerer Ebenen – von der Hardwareproduktion über Infrastruktur und Datenverarbeitung bis hin zur Anwendungsebene. Investoren stehen dadurch vor der Herausforderung, die unterschiedlichen Segmente der Branche angemessen abzubilden.

Viele bestehende Raumfahrt- oder Verteidigungsindizes konzentrieren sich auf einzelne Bereiche oder werden von wenigen grossen Unternehmen dominiert. Ein ganzheitlicher Ansatz erfordert hingegen die Berücksichtigung der gesamten Wertschöpfungskette sowie eine ausgewogene Gewichtung verschiedener Geschäftsmodelle.

Der Solactive NextGen Satellite Space Economy Index

Der Solactive NextGen Satellite Space Economy Index bildet die globale Satelliten- und Weltraumwirtschaft anhand von 20 Unternehmen aus entwickelten Märkten ab. Die Auswahl erfolgt regelbasiert entlang von fünf zentralen Bereichen der Wertschöpfungskette:

  • Satellitenhersteller 
  • Zulieferer und Komponentenproduzenten
  • Netzwerk- und Infrastrukturbetreiber
  • Daten- und Softwareanbieter
  • Unternehmen, die Satellitendaten wirtschaftlich nutzen   

Für die Aufnahme werden sowohl die thematische Nähe zur Space Economy (Thematic Score) als auch fundamentale Qualitätsmerkmale wie Umsatzwachstum, Profitabilität, Forschungsaufwendungen und Free Cash Flow (Financial Score) bewertet. Durch die Kombination beider Faktoren soll der Index darauf abzielen, Unternehmen zu identifizieren, die potenziell von Entwicklungen in der Space Economy beeinflusst werden können als auch über solide wirtschaftliche Grundlagen verfügen.

Gleichgewichtung und langfristiger Branchenfokus

Ein weiteres Merkmal des Index ist die Gleichgewichtung aller Komponenten. Dadurch erhalten kleinere und mittelgrosse Unternehmen einen vergleichbaren Einfluss wie etablierte Branchenführer, wodurch gleichzeitig das Risiko höherer Volatilität durch kleinere Unternehmen bestehen kann. 

Die Zusammensetzung wird halbjährlich im Januar und Juli überprüft und angepasst. Zusätzlich enthält die Methodik eine besondere Regelung für den Börsengang von SpaceX. In diesem Fall ist eine ausserordentliche Neugewichtung des gesamten Index vorgesehen, um einen potenziell wichtigen Marktteilnehmer zeitnah integrieren zu können.

Mit seinem strukturierten Ansatz bietet der Solactive NextGen Satellite Space Economy Index damit einen differenzierten Zugang zu einem Zukunftsmarkt, der von technologischer Innovation, wachsender wirtschaftlicher Bedeutung und langfristigen Wachstumsperspektiven geprägt ist.

Top-10 Indexkomponenten Solactive NextGen Satellite Space Economy Index

Open End Tracker-Zertifikate auf den Solactive NextGen Satellite Space Economy Index

Tracker Zertifikat
Solactive NextGen Satellite Space Economy Index
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Solactive NextGen Satellite Space Economy Index
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