Nahost bleibt ungelöst – der Markt preist bereits Entspannung ein
Die Hoffnung auf eine Entspannung im Nahen Osten beeinflusst derzeit die Märkte, obwohl die Situation ungelöst bleibt. Ölpreise gaben nach, während Aktien nahe ihrer Rekordstände notieren. Gleichzeitig bleiben geopolitische Risiken, Zinssituation und reale Angebotsengpässe bei Rohstoffen wie CO₂-Zertifikaten, Erdgas, Weizen und Öl zentrale Einflussfaktoren. Kurzfristige Schwankungen zeigen, wie sensibel die Märkte auf politische Signale reagieren, während eine geduldige Beobachtung der Entwicklungen weiterhin entscheidend bleibt.
Die vergangene Woche war stark von der politischen Nachrichtenlage im Nahen Osten geprägt. Die Märkte haben die Aussicht auf eine mögliche Einigung zwischen den USA und Iran sehr positiv aufgenommen. Ölpreise kamen deutlich zurück, Risikoanlagen blieben stabil, und die Aktienmärkte handeln weiter nahe ihrer Rekordstände.
Entscheidend ist jedoch: Gelöst ist die Situation nicht. Bislang handelt der Markt vor allem die Hoffnung auf Entspannung, nicht die tatsächliche Normalisierung der Lage. Gerade bei Öl ist das aus Sicht der Autoren ein wichtiger Punkt. Selbst wenn es zu einer politischen Vereinbarung kommt, bedeutet das nicht automatisch, dass Lieferketten, Infrastruktur, Produktion und Schifffahrt sofort wieder normal funktionieren.
Gleichzeitig bleibt die Zinsseite ein zentraler Belastungsfaktor. Die Fed (Federal Reserve) steht weiterhin zwischen erhöhtem Inflationsdruck, geopolitischen Energiepreisrisiken und ersten Anzeichen einer möglichen Entspannung durch fallende Ölpreise. Für die Märkte bedeutet das: Eine klare geldpolitische Richtung gibt es derzeit nicht. Zinssenkungsfantasien sind nicht zurück, aber die unmittelbare Angst vor einem aggressiveren Zinspfad hat zuletzt etwas nachgelassen.
Für uns bleibt die Lage damit klar: Die Aktienmärkte handeln sehr viel Optimismus, während Rohstoffe weiterhin von realen Angebots-, Wetter- und geopolitischen Risiken geprägt bleiben. Genau deshalb braucht es Geduld. Die kurzfristige Volatilität ist unangenehm, aber die strategische Ausrichtung bleibt intakt.
Ausgewählte DCX-Positionen im Detail
Hinweis zu den nachfolgenden mehrjährigen Werten: Die je Position angegebene mehrjährige Wertentwicklung («Performance 5 Jahre») bezieht sich auf den jeweiligen Basismarkt bzw. Terminkontrakt und nicht auf die Wertentwicklung des DYNAMIC COMMODITY INDEX Zertifikats für Anlegerinnen und Anleger. Ein Basismarkt ist kein eigenständiger Handelsplatz; sondern den zugrunde liegenden Markt, auf den sich ein derivatives Instrument bezieht. Auch hier gilt: Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.
CO₂-Zertifikate – Long
| Wochenbasis | 3,66 % |
| Performance 5 Jahre (Basismarkt) | 83,29 % |
Starke Woche und Rückkehr an die 80-Euro-Marke
Die europäischen CO₂-Zertifikate haben in der vergangenen Woche deutlich zugelegt. Auf Wochensicht stand ein Plus von 3,66 % zu Buche, der Schlusskurs lag bei 80.00 Euro.
Belastet wurde der Markt zuletzt durch politische Debatten rund um Entlastungen für Industrie und Verbraucher, mögliche Anpassungen im Emissionshandel und grundsätzliche Diskussionen über die Belastung durch Klimapolitik. Umso wichtiger ist die aktuelle Erholung. Der strukturelle Rahmen des europäischen Emissionshandels bleibt intakt: Solange Emissionsrechte knapp bleiben und Unternehmen ihre Verpflichtungen erfüllen müssen, bleibt der Markt grundsätzlich unterstützt.
Fazit: CO₂-Zertifikate haben mit +3,66 % eine starke Woche gezeigt und bei 80.00 Euro geschlossen. Die politische Unsicherheit bleibt ein Thema, scheint kurzfristig aber besser eingepreist. Entscheidend ist nun, ob der Markt dieses Niveau verteidigen kann.
Henry Hub Erdgas – Long
| Wochenbasis | 7,91 % |
| Performance 5 Jahre (Basismarkt) | 4,35 % |
Starke Wochenperformance vor Beginn der Hurricane-Saison
Der Henry-Hub-Future an der NYMEX konnte deutlich zulegen. Auf Wochensicht stand ein Plus von 7,91 % zu Buche, der Schlusskurs lag bei 3.273 US-Dollar je MMBtu – kurz vor dem offiziellen Beginn der Hurricane-Saison am 1. Juni.
Unterstützt wurde der Markt durch Wetterprognosen für deutlich höhere Temperaturen in den USA und eine angespannte globale LNG-Lage. Die Lagerbestände liegen weiterhin über dem Fünfjahresdurchschnitt, doch der jüngste Lageraufbau fiel geringer aus als erwartet. Besonders interessant bleibt die Positionierung: Das Managed Money ist trotz der starken Wochenbewegung weiterhin massiv short positioniert, mit mehr als 200 000 Kontrakten netto short.
Fazit: Natural Gas hat mit +7,91 % eine starke Woche gezeigt und bei 3.273 US-Dollar geschlossen. Die Kombination aus beginnender Hurricane-Saison, heißeren Wetterprognosen, hoher LNG-Nachfrage und massiver Short-Position bleibt hochinteressant. Der Markt ist nicht frei von Angebotsrisiken, das Chance-Risiko-Profil hat sich aber verbessert.
Weizen – Long
| Wochenbasis | -5,72 % |
| Performance 5 Jahre (Basismarkt) | -10,17 % |
Deutlicher Rücksetzer durch Wetterentlastung und schwächere Energiepreise
Der Weizen-Future an der CBOT stand deutlich unter Druck und verlor 5,72 % auf 610.25 US-Cent je Bushel. Belastend wirkten Gewinnmitnahmen, bessere Wetterperspektiven und der deutliche Rückgang beim Rohölpreis. Hinzu kommt die Erwartung einer soliden russischen Getreideernte. Das Managed Money ist im Weizen weiterhin leicht short positioniert.
Fazit: Weizen hat mit –5,72 % eine schwache Woche hinter sich und bei 610.25 US-Cent geschlossen. Entscheidend wird, ob sich der Markt im Bereich der aktuellen Niveaus stabilisieren kann.
WTI Crude Oil – Long
| Wochenbasis | -9,50 % |
| Performance 5 Jahre (Basismarkt) | 37,45 % |
Starker Rücksetzer durch Friedensnarrativ, aber Angebotsrisiken bleiben bestehen
Der WTI Crude Oil Future stand massiv unter Druck und verlor 9,50 % auf 87.767 US-Dollar nahezu am Wochentief. Auslöser war vor allem das politische Narrativ rund um eine mögliche Einigung zwischen den USA und Iran sowie eine potenzielle Wiederöffnung der Strasse von Hormus.
Die Bewegung ist kurzfristig nachvollziehbar, fundamental aber keineswegs eindeutig. Selbst bei einer politischen Einigung wäre eine schnelle Normalisierung der Lieferströme keineswegs garantiert. Die US-Rohöllager liegen weiterhin unter dem saisonalen Fünfjahresdurchschnitt. Das Managed Money hat Long-Positionen weiter abgebaut und hält nur noch knapp 161 000 Kontrakte netto long.
Fazit: WTI hat mit -9,50 % eine sehr schwache Woche hinter sich. Solange Lieferketten, Infrastruktur und geopolitische Lage fragil bleiben, erscheint der Abverkauf eher als politische Neubewertung denn als endgültige Entspannung.
Fazit
Der Markt handelt derzeit Hoffnung. Der Nahost-Konflikt ist nicht gelöst, die Zinslage bleibt anspruchsvoll, und viele Rohstoffthemen brauchen Zeit. Entscheidend ist jetzt, ruhig zu bleiben und nicht jeder kurzfristigen Marktbewegung hinterherzulaufen.
Wertentwicklung DYNAMIC COMMODITY INDEX Zertifikat
| Aktueller Indexstand | 157.42 |
| Wochenperformance | -2,22 % |
| Seit Jahresanfang 2026 | 13,89 % |
| Seit Auflegung (10.12.2024) | 57,98 % |
Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Die dargestellte Wertentwicklung umfasst den gesamten Zeitraum seit Auflegung am 10.12.2024 und damit weniger als fünf Jahre. Eine Fünfjahres-Wertentwicklung des DYNAMIC COMMODITY INDEX Zertifikats kann daher nicht ausgewiesen werden.
Die Angaben verstehen sich als Bruttowertentwicklung vor Ausgabeaufschlag und vor laufenden Kosten (1,8 % p.a.); diese Kosten mindern die tatsächlich erzielte Rendite. Steuerliche Auswirkungen sind nicht berücksichtigt und hängen von Ihrer persönlichen Situation ab. Da Positionen teilweise auf Fremdwährungen (u. a. US-Dollar) lauten, können Wechselkursschwankungen die Wertentwicklung zusätzlich beeinflussen.
Wesentliche Risiken des DYNAMIC COMMODITY INDEX Zertifikats
Bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, beachten Sie bitte die folgenden Risiken. Massgeblich und rechtlich verbindlich sind allein der Verkaufsprospekt und das Basisinformationsblatt (KID).
- Totalverlustrisiko: Es handelt sich um eine aktiv gemanagte, gehebelte Multi-Asset-Strategie. Der Hebel verstärkt Verluste in gleicher Weise wie Gewinne. Ein vollständiger Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich.
- Emittenten- und Bonitätsrisiko: Das DYNAMIC COMMODITY INDEX Zertifikat ist eine Inhaberschuldverschreibung. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten droht der Totalverlust. Es besteht keine Einlagensicherung und keine sonstige Sicherungsmasse.
- Marktrisiko: Die Wertentwicklung hängt von der Entwicklung volatiler Devisen-, Rohstoff- und Anleihemärkte ab und kann erheblich schwanken.
- Währungsrisiko: Positionen lauten teilweise auf Fremdwährungen; Wechselkursänderungen können die Wertentwicklung negativ beeinflussen.
- Komplexität: Die Strategie ist komplex, erfordert eine laufende Beobachtung und ist nicht für jede Anlegerin und jeden Anleger geeignet.
Risikoklasse, Performance-Szenarien und sämtliche Kosten entnehmen Sie bitte dem Basisinformationsblatt (KID). Verkaufsprospekt und Basisinformationsblatt sind kostenlos auf der Website der Renditemanufaktur GmbH bzw. beim Emittenten erhältlich.
Zielmarkt: Dieses Produkt richtet sich an erfahrene Anlegerinnen und Anleger mit Kenntnissen und Erfahrung in gehebelten, strukturierten Produkten, die in der Lage und bereit sind, Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals zu tragen. Für sicherheitsorientierte Anleger ist das Produkt nicht geeignet.
Disclaimer
Werbemitteilung der Renditemanufaktur GmbH zum DYNAMIC COMMODITY INDEX Zertifikat (DCX). Diese Information dient ausschliesslich Werbezwecken. Sie stellt keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine objektive Finanzanalyse dar.
Eine Anlage in das DYNAMIC COMMODITY INDEX Zertifikat ist mit erheblichen Risiken bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals verbunden. Die nachfolgenden Markteinschätzungen sind subjektive Erwartungen zum Zeitpunkt der Erstellung und keine Zusicherung künftiger Entwicklungen. Die ausführlichen Risikohinweise finden Sie am Ende dieses Beitrags.
Bei den hier bereitgestellten Informationen handelt es sich um Werbemitteilungen, für welche die Renditemanufaktur GmbH eine Vergütung erhält. Die Angaben beruhen nicht auf einer objektiven und unabhängigen Analyse des beworbenen Finanzinstruments. Ebenso wenig berücksichtigen sie die individuelle Situation der Leserinnen und Leser; sie können eine qualifizierte Anlageberatung daher nicht ersetzen. Der Handel mit Wertpapieren birgt immer die Gefahr des Verlusts bis hin zum Totalverlust. Dies gilt insbesondere für gehebelte Produkte; Positionsgrössen sollten daher klein gehalten werden.
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