Investment Idee
Werbung

Windkraft: Alles dreht sich

Logo Vontobel
Vontobel Markets
10. Apr. 2026 | 3 Minuten
Inhalt
Windrad

Auch wenn es Donald Trump nicht glauben mag: Dank technologischer Fortschritte und Skaleneffekten ist die Windkraft längst eine wirtschaftlich lukrative Stromquelle und zudem ein wichtiges Instrument im Kampf gegen den Klimawandel. Dementsprechend schreitet der Ausbau dieses regenerativen Energieträgers weltweit voran. Sprichwörtlich energiegeladen präsentiert sich der Sektor an der Börse. Der Solactive Wind Technology Index bietet eine diversifizierte Allokation.

Inhalt

Sie stehen vor den Küsten von Nord- und Ostsee genauso, wie im Berner Jura, am Rande der Wüste Gobi, in den kalifornischen Tehachapi Mountains oder den Savannen im Nordosten von Brasilien – die Rede ist von Windrädern. Laut den Daten der International Renewable Energy Agency (IRENA) waren 2024 weltweit Windkraftanlagen mit einer Kapazität von insgesamt mehr als 1,1 Millionen Megawatt (MW) installiert. Innerhalb von fünf Jahren hat sich ihr Potenzial damit um rund 80 Prozent erhöht. Neben dem technischen Fortschritt sorgen Skaleneffekte dafür, dass diese Stromquelle immer günstiger wird. Auch hierzu hat die IRENA interessante Zahlen: 2024 lagen die Stromgestehungskosten für Onshore-Windenergie bei 0,034 US-Dollar je Kilowattstunde (kWh). Gegenüber dem Niveau von 2010 bedeutete das einen Rückgang von 70 Prozent. Im Offshore-Segment ist der gemittelte Kostensatz im selben Zeitraum um 62 Prozent auf 0,079 US-Dollar je kWh gefallen. 

Juristischer Gegenwind

Donald Trump schenkt offenbar diesen Zahlen wenig Glauben. Jedenfalls nutzt der US-Präsident jede Gelegenheit aus, um gegen die Windkraft zu wettern. «Anstatt ineffektive, verlustreiche Windräder zu bauen, reissen wir sie ab und genehmigen keine neuen», sagte er im Januar beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Tatsächlich hatte die US-Regierung wenige Wochen zuvor den Bau von fünf Windparks gestoppt. Doch hier spielte die Justiz nicht mit. Sämtliche Anordnungen wurden von den Gerichten einkassiert. Somit kann unter anderem die Installation eines Windparks vor der Küste von New York weitergehen. Der dänische Projektierer Orsted möchte «Sunrise Wind» 2027 ans Netz bringen. Das 924 MW starke Kraftwerk soll dann annähernd 600 000 New Yorker Haushalte mit Strom versorgen können. Nicht nur an der Ostküste, sondern quer durch die Staaten scheint die ablehnende Haltung des Weißen Hauses den Vormarsch der Windkraft nicht stoppen zu können. In einer kurz vor Weihnachten vorgelegten Schätzung gehen das Beratungsunternehmen Wood Mackenzie und die American Clean Power Association (ACP) davon aus, dass in den USA 2025 neue Kapazitäten von mehr als sieben Gigawatt (GW) installiert wurden, was einem Anstieg von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. 

«Stromfresser» KI

Laut den Autoren des «U.S. Wind Energy Monitor» profitiert der Sektor von einem steigenden Strombedarf. Vor allem der rasante Aufbau von Rechenzentren zu Zwecken der Künstlichen Intelligenz (KI) treibt die Nachfrage. «Dieser Anstieg der Grundlastnachfrage macht Windenergie zu einer idealen Lösung für den steigenden Strombedarf», erklären die Experten. Gleichzeitig verhehlen sie nicht, dass die Turbinenkosten wegen der verhängten Zölle hoch bleiben und sie skizzieren einen weiteren Risikofaktor: «Das mittelfristige Wachstum der Windenergie wird davon abhängen, ob die Unsicherheiten hinsichtlich Genehmigungen und politischer Rahmenbedingungen beseitigt werden können.»

Jede Menge Momentum

Trotz solcher Unwägbarkeiten ist das Vertrauen der Investoren in den Sektor gross. Ein Blick auf den Solactive Wind Technology Index untermauert diese These. In den letzten zwölf Monaten hat diese Themenauswahl einen Wertzuwachs von rund 80 Prozent verzeichnet. In dem Index werden Unternehmen aufgenommen, die bestimmte Grössenanforderungen hinsichtlich Marktkapitalisierung und Aktien-Liquidität erfüllen. Unternehmen, die im Öl- und Gasgeschäft tätig sind, werden ausgeklammert.

Den verbleibenden Aktien-Fundus durchforsten die Experten der Solactive AG mit Hilfe eines speziellen Algorithmus. Dieser wählt anhand von öffentlich zugänglichen Informationen wie Finanznachrichten, Geschäftsprofilen oder Unternehmenspublikationen die passenden Vertreter des Sektors aus. Dazu zählen neben den Entwicklern und Herstellern von Windturbinen und deren Bauteilen auch die Betreiber von Windfarmen, Spezialisten für Stromnetze und -versorgung sowie sonstige Zulieferer und Dienstleister. Alle sechs Monate, im März und September, wird die Zusammensetzung überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Nordex: ehrgeizige Ziele

Dank dieser Vorgehensweise decken die 20 im Solactive Wind Technology Index enthaltenen Unternehmen das gesamte Spektrum dieser regenerativen Energieform ab. Zu den bekanntesten Mitgliedern zählt Vestas Wind Systems, der weltweit grösste Hersteller von Windturbinen. Auch die bereits erwähnte Orsted ist im Index vertreten. Besonders viel Momentum zeigt Nordex. Auf Sicht von zwölf Monaten hat sich die Marktkapitalisierung des norddeutschen Herstellers von Onshore-Windenergieanlagen um knapp 180 Prozent ausgedehnt. Die Rallye geht mit grossen operativen Fortschritten einher: Bei einem Umsatzwachstum von 3,5 Prozent auf 7.56 Milliarden Euro hat Nordex das operative Ergebnis (Stufe EBITDA) 2025 auf 631 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Dadurch schnellte die EBITDA-Marge von 4,1 auf 8,4 Prozent nach oben. Angesichts dieser Entwicklung und des rekordhohen Auftragsbestands von mehr als 16 Milliarden Euro hat das Management die mittelfristige Zielsetzung nach oben korrigiert. Nordex möchte nun eine EBITDA-Marge von zehn bis zwölf Prozent erreichen. Bisher lag die Vorgabe bei acht Prozent. 

In gewisser Weise steht der noch vor wenigen Jahren kriselnde deutsche Konzern symptomatisch für die Dynamik in diesem Sektor. Die Unternehmen sind dabei, viele Probleme auf der Kostenseite beziehungsweise in den Lieferketten in den Begriff zu bekommen. Dadurch sind sie zunehmend in der Lage, Profit aus der globalen Energiewende und den Stärken der Windenergie zu schlagen. Natürlich bleiben die Gefahr von Rückschlägen sowie regulatorischen Eingriffen bestehen. Umso interessanter könnte es für Anleger sein, diversifiziert zu agieren. Just einen solchen Ansatz bietet der Solactive Wind Technology Index. Vontobel hat die internationale Auswahl mittels Tracker-Zertifikaten investierbar gemacht – mehr dazu in den Produkteckdaten.

Open-End Tracker Zertifikate auf den Solactive Wind Technology Index in CHF und USD

Tracker Zertifikat
Solactive Wind Technology Index
ISIN CH1235104069
Open-EndCHF
-0.23%
Tracker Zertifikat
Solactive Wind Technology Index
ISIN CH1235104135
Open-EndUSD
-0.16%

Haben Sie Fragen?

Unser Public Distribution Team hilft Ihnen gerne weiter. markets.schweiz@vontobel.com00800 93 00 93 00
Sie erreichen uns telefonisch montags bis freitags, 8:00 - 18:00 Uhr
Abonnieren Sie Informationen über Strukturierte Produkte
Kostenlos abonnieren

Vontobel Markets - Bank Vontobel AG und/oder verbundene Unternehmen. Alle Rechte vorbehalten.

Bitte lesen Sie diese Information bevor Sie fortfahren, da die auf unserer Webseite enthaltenen Produkte und Dienstleistungen gewissen Personen nicht zugänglich sind. Die auf dieser Website angebotenen Informationen und/oder Unterlagen entsprechen Marketingmaterial gemäss Art. 68 des Schweizer FIDLEG und dienen ausschliesslich zu Informationszwecken. Zu den genannten Finanzprodukten stellen wir Ihnen gerne jederzeit und kostenlos weitere Unterlagen wie beispielsweise das Basisinformationsblatt oder den Prospekt/die Emissionsdokumentation zur Verfügung.