Inspiration32
Immer mehr wirtschaftliche Schlüsseltrends entstehen heute ausserhalb der klassischen Industriestrukturen – und die Nutzung orbitaler Infrastruktur entwickelt sich zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Neue Anwendungen, datengetriebene Geschäftsmodelle und technologische Integration verändern gleichzeitig ganze Branchen und schaffen ein Umfeld, in dem sich innovative Unternehmen frühzeitig strategisch positionieren können, um von langfristigen strukturellen Veränderungen zu profitieren. Die Entwicklung der Branche ist jedoch mit Unsicherheiten verbunden, insbesondere im Hinblick auf technologische, regulatorische und finanzielle Faktoren. Besonders im Kontext der Digitalisierung, Automatisierung und globalen Vernetzung nimmt die Weltraumwirtschaft dabei eine zunehmend zentrale Rolle ein.
Der jüngste SpaceX-Börsengang hat an der Wall Street ein regelrechtes Raumfahrtfieber entfacht. Doch wer glaubt, das grosse Geld werde künftig ausschliesslich mit spektakulären Raketenstarts verdient, erliegt einer Illusion. Die Trägerrakete ist in der stetig wachsenden «Satellite Space Economy» lediglich der Lieferwagen. Der wahre Schatz liegt auf der Ladefläche: Es sind die Daten. Mit dem globalen KI-Boom verschiebt sich die Wertschöpfung rasant ins All. Es entsteht ein hochprofitabler Lebenszyklus des «Space Data Dollar», der sich unterteilt in: Built, Powered, Beamed und Monetized. Für Anleger eröffnen sich hierdurch ein völlig neues Alpha-Universum, das weit über die klassische Raumfahrt hinausgeht.
Am 15. Mai endet die Amtszeit von Jerome Powell als Federal Reserve-Chef und damit acht prägende, teils turbulente Jahre für die Unabhängigkeit der US-Notenbank. Der Weg für seinen designierten Nachfolger Kevin Warsh ist inzwischen frei: Nach dem Ende einer Untersuchung gegen Powell und dem Einlenken eines republikanischen Senators gilt Warshs Bestätigung als Formsache. Damit rückt eine andere Frage in den Fokus: Bleibt Powell nach Ablauf seiner Amtszeit als einfaches Mitglied im Board of Governors, dessen Mandat bis 2028 läuft, oder zieht er sich ganz zurück?
Auch wenn es Donald Trump nicht glauben mag: Dank technologischer Fortschritte und Skaleneffekten ist die Windkraft längst eine wirtschaftlich lukrative Stromquelle und zudem ein wichtiges Instrument im Kampf gegen den Klimawandel. Dementsprechend schreitet der Ausbau dieses regenerativen Energieträgers weltweit voran. Sprichwörtlich energiegeladen präsentiert sich der Sektor an der Börse. Der Solactive Wind Technology Index bietet eine diversifizierte Allokation.
Die europäische Autoindustrie steht an einem Wendepunkt. Zwar zieht die Nachfrage nach Elektroautos wieder an, doch das Tempo der Transformation bleibt hinter den klimapolitischen Vorgaben zurück. Gleichzeitig wächst der Druck: China dominiert zentrale Teile der Batterieherstellung und Zölle belasten das Exportgeschäft in die USA. Die Massnahmen von VW, Stellantis & Co. reichen von milliardenschweren Investitionen in Batteriefabriken über den verstärkten Einsatz von Hybridantrieben. Gelingt es der europäischen Automobilbranche, ein profitables Geschäftsmodell umzusetzen, bevor es zu spät ist?