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Puma untermauert Wachstumsambitionen

3. März 2023 | 2 Minuten

Seit 75 Jahren steht Puma an der Seite von Sportlern. Von Tennislegende Boris Becker bis hin zu Fussballikonen wie Maradona oder Pelé, hat die Marke mit der Katze schon viele Sportgrössen bekleidet. Kooperationen mit Designermarken und Musikern haben die Geschäftsbereiche weiter diversifiziert. Am 1. März wurden die Ergebnisse für das abgelaufene Jahr veröffentlicht, mit neuen Spitzenwerten für Umsatz und Betriebsgewinn.

Puma trotzt schwierigem Marktumfeld

Für den Sportartikelkonzern Puma ist das Geschäft im vierten Quartal 2022 zweistellig gewachsen. Konkret sind die Umsätze von Oktober bis Dezember währungsbereinigt gegenüber der Vorjahresperiode um knapp 21% gestiegen. Nach Regionen verzeichnete Amerika mit +26% das höchste Wachstum, dicht gefolgt von Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) mit +29%. Das Wachstum in der Region Asien-Pazifik fiel mit 1.6% deutlich verhaltener aus, was gemäss dem Unternehmen auf Covid-Einschränkungen und geopolitische Spannungen zurückzuverfolgen war.

Nach Produkten erzielte der Bereich Schuhe im vierten Quartal ein deutlichen, währungsbereinigten Umsatzsprung von 53%. Das Wachstum in den restlichen Bereichen Textilien und Accessoires fiel weniger spektakulär aus, mit -1.6 resp. -5%.

Auf das Gesamtjahr bezogen, erhöhte sich der Umsatz währungsbereinigt um 18.9% auf fast 8.5 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis erhöhte sich um 15% auf 640 Millionen Euro. Für Puma erreichten Umsatz und Betriebsergebnis neue Höchstwerte.

Ausblick

Für das laufende Jahr erwartet Puma ein Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich und ein Betriebsergebnis zwischen 590 und 670 Millionen Euro. Allerdings gibt es auch einige Herausforderungen. Die Lagerbestände liegen knapp 50% höher als im Vorjahr. Zudem können hohe Rohstoff- und Logistikkosten auch im Jahr 2023 anhalten und möglicherweise auf die Marge drücken.

Bessere Positionierung in Schlüsselmärkten

Puma konnte sich im abgelaufenen Jahr tendenziell besser behaupten als die grösseren Wettbewerber. Grund dafür ist die geringere Präsenz in China. Der Umsatzrückgang im chinesischen Markt hat die Konkurrenz mehr belastet. Trotzdem bleibt dieser Markt interessant. Arne Freundt, seit November 2022 an der Spitze von Puma, möchte neben den USA auch das Geschäft in China ausbauen und Marktanteile gewinnen.

Puma hat in den vergangenen Jahren eine starke Position auf dem Sportartikelmarkt aufgebaut. Insbesondere das wachsende Gesundheitsbewusstsein und die vermehrte Nutzung digitaler Sportangebote könnten sich zukünftig als weitere Wachstumstreiber etablieren. Mit den Ambitionen, die Präsenz in den Schlüsselmärkten USA und China auszubauen, möchte Puma die Weichen für zukünftiges Wachstum stellen.

Ausserdem kündigte Puma eine mehrjährige der Partnerschaft mit dem Popstar Rihanna an. Puma arbeitete bereits von 2014 bis 2017 mit Rihanna zusammen, wobei die damaligen Kampagnen durchaus erfolgreich verliefen. An diese Vergangenheit möchte Puma wieder anknüpfen.