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Gesundheitsunternehmen – Robust bei Rezession und Inflation?

9. Juni 2022 | 2 Minuten

Für viele Anlegerinnen und Anleger sind aktuell defensive Titel im Fokus. Vielerorts hört man von einer hohen Inflation und Rezessionssorgen. Es könnte also die Zeit defensiver Titel aus dem Gesundheitssektor gekommen sein. Unter Anlegerinnen und Anlegern gelten Gesundheitsaktien als recht konjunkturresistent.

Ausgaben für die Gesundheit, wie einen Krankenhausaufenthalt, lassen sich schwer verschieben und zumindest in Deutschland zahlt die Krankenversicherung viele der notwendigen Behandlungen. So werden die Umsätze im Gesundheitswesen eher von längerfristigen Trends, wie dem demografischen Wandel bestimmt, als von Konjunkturzyklen. Dies wird bei einem Blick auf das Wachstum des Ertrages deutlich. Grund genug, um sich einige Aktien aus dem Gesundheitssektor genauer anzuschauen.

Siemens Healthineers im Überblick

Siemens Healthineers ist mit über 66.000 Mitarbeitern in über 70 Ländern aktiv und ging im Jahr 2018 als eines der weltweit führenden Medizintechnikunternehmen an die Börse. Es ist das separat geführte Healthcare-Geschäft der Siemens AG und in der Bildgebung für Diagnostik/Therapie, Labordiagnostik, sowie digitale Gesundheitsservices und Krankenhausmanagement tätig.

Bei einem Blick auf die Sparten des Unternehmens wird deutlich, dass es sich um ein recht defensives Kerngeschäft handelt. Die Filtrierung des einstigen Konglomerates des Mutterkonzern Siemens war die Strategie des einstigen CEO Joe Kaeser, der in den Jahren von 2013 bis 2021 an der Spitze des Unternehmens stand. Während seiner Amtszeit brachte er neben der Gesundheitssparte auch Siemens Gamesa und Siemens Energy an die Börse. Schnellboote anstelle des einstigen Siemens-Tankers war die Devise. Zumindest bei Siemens Healthineers scheint die Rechnung aufgegangen zu sein, denn das Unternehmen konnte eine ansehnliche Rendite für die Aktionäre erzielen.

Bei Bloomberg setzen 19 Analysten die Aktie auf BUY, 5 auf HOLD und kein Analyst auf SELL mit einem durchschnittlichen 12-monatigen Preisziel von EUR 66,58.

Sartorius – Qualität seit 1870

Auch das Kerngeschäft des Pharma- und Laborausrüsters Sartorius aus Göttingen scheint defensiv aufgestellt zu sein. Das Unternehmen ist seit der Gründung im Jahre 1870 ein deutsches Traditionsunternehmen mit beachtlichem Erfolg. Im Jahr 2021 gelang dem Unternehmen der Aufstieg in dem deutschen Leitindex, sodass das Unternehmen nun in der ersten Aktienliga spielt. Von der Produktion von Präzisionswagen im Jahr 1860 zu einem multinationalen Unternehmen mit über 13.000 Mitarbeitern.

Dabei war der Expansionskurs des Unternehmens die letzten Jahre Normalzustand. Einerseits verzeichnet das Unternehmen starkes Wachstum in Amerika und Asien und andererseits werden stetig Unternehmen dazugekauft. Erst im letzten Jahr wurde mit der Xell AG ein Zellkulturspezialist, mit der CellGenix GmbH ein Hersteller von Reagenzien und ein Bioanalytikunternehmen dazugekauft wurde. Für den Wachstumskurs des Unternehmens müssen die Aktionäre jedoch einiges draufzahlen. Zwar hat das Unternehmen seit seinem Höchststand am 30.11.2021 einiges an Wert verloren, jedoch bleibt das Unternehmen im Peergroup-Vergleich teuer bewertet.

Bei Bloomberg setzen 14 Analysten die Aktie auf BUY, 12 auf HOLD und kein Analyst auf SELL mit einem durchschnittlichen 12-monatigen Preisziel von EUR 555,15.

Fazit

Spätestens seit der Erfolgsgesichte BioNTech begeistern sich die Privatanleger für Aktien aus dem Gesundheitsbereich. Die weniger riskanten Alternativen wie Krankenhaus- und Laborausrüster könnten in turbulenteren Zeiten Sicherheit ins Depot bringen. Dabei ist die Industrie rund um die Gesundheit die letzten Jahre stärker gewachsen als der Gesamtmarkt und profitieren von starken Trends wie dem demografischen Wandel und dem zunehmenden Gesundheitsbewusstsein.

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