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Optische Netzwerke: Highspeed-Verbindungen für die digitale Zukunft

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Vontobel Markets
17. Sep. 2026 | 5 Minuten
Nahaufnahme einer blauen Leiterplatte mit zentralen schwarzen Mikrochip

Glasfaser, 5G, Cloud-Dienste und künstliche Intelligenz lassen den weltweiten Datenverkehr rasant wachsen. Davon profitieren jene Unternehmen, die Netze, Komponenten und Halbleiter für die digitale Hochgeschwindigkeitswelt liefern. Der neue Solactive Optical Networks Technology Index bündelt einige der wichtigsten Akteure dieser Zukunftsbranche in einer einzigen Anlagelösung.

In unserer hochtechnisierten Welt bilden Glasfasernetze und 5G-Mobilfunk die Grundlagen für Wachstum und Innovation. Während Unternehmen und Privathaushalte immer mehr Daten verbrauchen, steigt der Bedarf an ultraschnellen Verbindungen drastisch. Zum Beispiel hat die Deutsche Telekom im vergangenen Jahr sieben neue Glasfaseranschlüsse pro Minute realisiert, insgesamt können bereits mehr als 13 Millionen Haushalte Glasfaser buchen und mit Gigabit-Geschwindigkeit surfen. Bei der Datenübertragung werden bereits Spitzenwerte von rund zwei Terabit pro Sekunde gemessen. Dass es noch viel schneller geht, zeigten im vergangenen Jahr Forscher aus Japan. Auf Laborebene wurden Daten mit 1,02 Petabit pro Sekunde über eine 19-Kern-Glasfaser geschickt. Zur Einordnung: Damit liesse sich die gesamte Netflix-Bibliothek in nur einer Sekunde herunterladen. Solche Zahlen wecken Neugier auf das Thema «optische Netzwerke» (derStandard, 2025). 

Wachstumsstarke Branche

Eines steht fest: Ohne Glasfaser und 5G ist die moderne Kommunikation nicht mehr möglich. Doch was steckt eigentlich hinter dieser Technologie? Glasfaserkabel bestehen aus dünnen Glassträngen, die Lichtsignale verlustarm über grosse Distanzen übertragen können. Im Vergleich zu Kupferdraht ermöglichen sie deutlich höhere Bandbreiten, geringere Latenz und sind unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen. Damit sind sie ideal, um beispielsweise Mobilfunkmasten, Rechenzentren, Untersee oder Firmennetzwerke zusammen zu schliessen. 5G-Mobilfunk wiederum treibt die Nachfrage nach Glasfaser voran, da jede Basisstation einen lichtschnellen Backbone braucht. Der Bedarf an Glasfaserinfrastruktur wird durch den 5G-Ausbau und die fortschreitende Digitalisierung weiterhin spürbar zunehmen: Precedence Research geht davon aus, dass der weltweite Markt für Glasfasertechnik von 11.48 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 auf rund 20.86 Milliarden US-Dollar im Jahr 2035 anwachsen wird, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 6,86 Prozent entspricht (Precedence Research, 2026). Damit ist das Umfeld für den neuen Solactive Optical Networks Technology Index vielversprechend. Dieses frisch konzipierte Barometer bündelt Unternehmen, die in optischen Netzwerken und Komponenten tätig sind. Es kommt noch besser: Anleger können sich über ein soeben aufgelegtes Vontobel Tracker-Zertifikat direkt an der Entwicklung dieses Themas beteiligen. Bevor wir aber näher auf das Produkt eingehen, lohnt zuvor ein tieferer Blick auf den Markt selbst: seine Grösse, Treiber, Chancen und Risiken.

Breites Feld

Der Begriff optische Netzwerke umfasst alle Komponenten und Systeme, die Daten per Licht übertragen. Dazu gehören Glasfaserkabel und Lichtquellen wie Laser bis hin zu optischen Modulen sowie komplette Netzwerksysteme, mit denen Telekomanbieter und Hyperscaler, die riesige Cloud und Rechenzentrumskapazitäten betreiben, enorme Datenmengen über grosse Distanzen transportieren. Beispielsweise nutzt das Transatlantikkabel MAREA zwischen dem US-Bundesstaat Virginia und dem spanischen Bilbao modernste Glasfasertechnik. Optische Netzwerke verbinden aber nicht nur Kontinente, sondern spielen in vielen anderen Bereichen eine tragende Rolle: In Telekommunikation und Breitbandnetzen sorgen sie für Internetzugang per Fiber-to-the-Home (FTTH) oder in Mobilfunk-Backbones. Grosse Rechenzentren und Cloud-Anbieter nutzen sie für die Server-Interconnects und zur Anbindung untereinander. Auch Unternehmensnetzwerke, die Luft- und Raumfahrt sowie militärische Anwendungen profitieren von schnellen Übertragungen. Denn damit sind hohe Bandbreiten für Videokonferenzen, Big Data, KI-Anwendungen oder präzise Sensorik möglich. Neue Partnerschaften und Investitionen unterstreichen das enorme Wachstumspotenzial: So haben kürzlich Nvidia und Corning die massive Ausweitung der Glasfaserproduktion in den USA bekannt gegeben. Zusammen werden drei neue Werke für Glasfaser gebaut, die auf eine Verzehnfachung der Kapazität für KI-Rechenzentren abzielt. Der Telekomriese AT&T hat wiederum angekündigt, über einen Zeitraum von fünf Jahren bis 2030 mehr als 250 Milliarden US-Dollar in die US-Telekommunikationsinfrastruktur zu stecken. Die Investition konzentriert sich auf den Ausbau der Glasfaser- und 5G-Mobilfunknetze des Unternehmens.

Indexkonzept Solactive Optical Networks Technology

Chancen und Risiken

Diese Zahlen zeigen: Optische Netzwerke sind ein riesiger Markt mit hoher Dynamik. Treiber sind insbesondere der globale Datenhunger und neue Anwendungen. Die Pandemie hat beispielsweise Videokonferenzen, Homeoffice und Streaming boomen lassen, was den Bandbreitenbedarf steigerte. Den grössten Schub verspricht jedoch 5G. Jährlich kommen neue Länder und Netze hinzu. Auch die Cloud-Ära und KI-Anwendungen treiben das Volumen. KI-gestützte Dienste, Rechenzentren für autonome Fahrzeuge oder hochauflösende VR verlangen immer höhere Datenraten zwischen Servern und Endpunkten. 
Trotz der rosigen Aussichten ist nicht alles Eitel Sonnenschein. Ein grosses Risiko sind die hohen Investitionskosten und Projektlaufzeiten beim Ausbau der Glasfasernetze. Glasfaserkabel zu verlegen, Netzverteiler zu bauen und Endkunden anzuschliessen kostet Milliarden und erfordert langjährige Planung. Wirtschaftliche Unsicherheit oder politische Verzögerungen können solche Projekte bremsen. Sollte das Wirtschaftswachstum stagnieren oder Ausgaben umschichten, beispielsweise wegen Inflation oder anderen Krisen, könnten geplante Glasfaserprojekte verschoben werden.

Spezialisten auf ihrem Gebiet

Aktuell ist der Markt allerdings auf Wachstum ausgerichtet. Dies unterstreicht auch ein neuer Multimilliarden-Liefervertrag für den Glasfaserhersteller Corning von Amazon. Die hohe Nachfrage spiegelt sich auch in den Büchern des Glasfaser-Pioniers aus Kentucky wider: Im Startquartal 2026 legte der Umsatz prozentual zweistellig zu, der Gewinn konnte sich sogar mehr als verdoppeln. Rund 40 Prozent des Konzernumsatzes und mehr als die Hälfte des Gewinns stammen mittlerweile aus der Sparte Optical Communications (Corning, 2026). Weniger um das Kabel, als vielmehr um die optischen Komponenten rundherum kümmert sich Kohoku Kogyo. Der japanische Spezialist stellt vor allem Optische Isolatoren und Filter, die in Unterseekabeln und Langstreckennetzen eingesetzt werden, her und verfügt bei optischen Isolatoren für Unterseekabel über einen Weltmarktanteil von rund 50 Prozent. Fabrinet ist als führender Zulieferer für optische Komponenten und Präzisionsfertigung bekannt und fertigt unter anderem optische Linsensysteme, Module für Laserlicht und hochwertiges Packaging für optoelektronische Teile. Das Geschäftsmodell als reiner Auftragsfertiger erlaubt es dem Unternehmen, für mehrere Netzwerkausrüster gleichzeitig zu produzieren. So profitiert die Firma vom allgemeinen Boom, ohne direkt mit seinen Kunden zu konkurrieren. Im dritten Quartal 2026 erwirtschaftete Fabrinet – getrieben vor allem von starkem Absatz im Telekommunikationsbereich – einen Rekordumsatz von 1.21 Milliarden US-Dollar, plus 39 Prozent gegenüber Vorjahr (Fabrinet, 2026). Steil nach oben zeigt auch die Erlöskurve bei Marvell Technology. Der Halbleiterkonzern, der Chips für Datenzentren und Enterprise-Netzwerke entwickelt, profitiert derzeit insbesondere von individuellen KI-Chips für Cloud-Anbieter und Networking-ASICs. Neben Rechenzentren erfreut sich Marvell auch starker Orders aus dem Bereich optische Netzwerktechnik: Router, Switches und optische Module werden mit seinen Chips bestückt. Aber nicht nur in den USA oder in Fernost spielen beim Thema Optical Networks Technology vorne mit, auch Europa hat einiges vorzuweisen. So ist Nokia lange nicht nur Mobilfunk, sondern hat mit der Übernahme von Infinera im Jahr 2024 auch sein Portfolio in optischen Netzwerken verstärkt. Nokia liefert Equipment für 5G- und Festnetze, inklusive der Glasfaserausrüstung, und profitiert vom globalen Netzausbau. Jüngst hat Nokia Partnerschaften mit TIM Brasil und der Deutschen Telekom geschlossen, um gemeinsam KI-fähige Netze und Open RAN-Technologien voranzutreiben. Ähnliche Abkommen bestehen mit Telefonica und anderen betreffen Netzwerkarchitekturen für Rechenzentren. Mit den weltweiten 5G- und Digitalisierungsschüben entsteht erheblicher Bedarf an moderner Netzwerkhardware und Nokia ist gut platziert, daran teilzuhaben.

Diversifizierte Anlagelösung

Jedes dieser fünf genannten Unternehmen ist Mitglied im neuen Solactive Optical Networks Technology Index und steht beispielhaft für einen Teilmarkt. Hinzu kommen weitere zehn Unternehmen, so dass das Barometer letztlich zusammengenommen die gesamte Wertschöpfungskette der optischen Netzwerke widerspiegelt. Das genaue Indexkonzept finden Sie anschaulich dargestellt in der Grafik auf Seite 21 oben rechts. Anleger, die langfristig an der Digitalisierung teilhaben wollen, können über ein passendes Finanzprodukt der Bank Vontobel vom Wachstum profitieren, ohne Einzeltitel auswählen zu müssen. Das kürzlich aufgelegte Tracker-Zertifikat auf diesen Index spiegelt die Indexentwicklung 1:1 wider. Es handelt sich also um kein gehebeltes Produkt, sondern um eine Direktbeteiligung am Index ohne Cap oder Knock-out. Anleger partizipieren sowohl an Kursgewinnen als auch Verlusten des Index. Dies ermöglicht eine gezielte Investition ins Thema Optical Networks, ohne Einzelwerte kaufen zu müssen. Wichtig ist: Wie jede Aktienanlage ist auch dieses Zertifikat den Schwankungen des Marktes ausgesetzt. Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Branche der optischen Netzwerke bietet langfristig Chancen. Der weltweite Ausbau von Glasfaser-Backbones und 5G-Frontends, getrieben von Daten-Tsunami und KI-Entwicklungen, wird voraussichtlich weiter hohe Wachstumsraten erzeugen. Gleichzeitig sollten Investoren die Risiken nicht ausblenden – wachsende Konkurrenz, politische Unsicherheiten und hohe Investitionshürden können auch Schatten werfen. Mit dem neuen Vontobel-Zertifikat existiert aber nun ein fokussiertes Finanzinstrument, um an diesem Megatrend breit diversifiziert teilzuhaben. Wer auf die «Digitale Autobahn» setzen möchte, kann somit unkompliziert in einen Korb führender Unternehmen der optischen Netzwerktechnik investieren – von etablierten Giganten bis zu aufstrebenden Spezialisten.

Tracker Zertifikate auf Solactive Optical Networks Technology Index

Tracker Zertifikat
Solactive Optical Networks Technology Index
ISIN CH1512038964
Open-EndCHF
+3.63%
Tracker Zertifikat
Solactive Optical Networks Technology Index
ISIN CH1512038956
Open-EndUSD
+3.51%

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