Partners Group mit Rekord-Kapitalzusagen – Aktie schwächelt
Die Bilanzsaison weltweit nimmt Fahrt auf. Auch in der Schweiz gewähren jede Woche wichtige Konzerne Einblick in ihre Bücher. Dazu gehört auch die Partners Group. Im ersten Halbjahr sammelte der Konzern so viel neues Kundenkapital ein wie nie zuvor. Die Aktie kommt 2026 trotzdem bisher nicht in die Gänge.
Benjamin Wolff spricht mit DerAktionär TV noch einmal genauer über das Unternehmen.
- Die Partners Group zählt zu den weltweit führenden Managern von Privatmarktanlagen und verfügt über eine starke Marktposition in den Bereichen Private Equity, Infrastruktur, Private Credit und Immobilien. Die breite globale Kundenbasis mit mehr als 2000 institutionellen Investoren, langjährige Kapitalzusagen sowie die hohe Reputation sorgen für stabile und planbare Mittelzuflüsse. Langfristig profitiert das Unternehmen von strukturellen Wachstumstrends wie der steigenden Bedeutung privater Märkte, dem Ausbau der Infrastruktur sowie Investitionen in Digitalisierung und Energiewende.
- Das Unternehmen ist erfolgreich ins Jahr 2026 gestartet und erzielte im ersten Halbjahr mit 16 Milliarden US-Dollar einen Rekord beim Neugeldzufluss, der die Erwartungen der Analysten übertraf. Das verwaltete Vermögen stieg auf 186 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig zeigte sich eine deutliche Belebung des Transaktionsgeschäfts: Partners Group investierte rund 9 Milliarden US-Dollar und realisierte ebenso hohe Verkäufe, wodurch attraktive Rückflüsse an Investoren erzielt wurden. Besonders gefragt bleiben Infrastruktur, Rechenzentren, erneuerbare Energien sowie Private Credit.
- Das Marktumfeld verbessert sich zunehmend. Die Erholung der M&A Aktivitäten dürfte die margenstarken Performance Fees in den kommenden Quartalen wieder stärken, während die wachsenden Managementgebühren eine stabile Ertragsbasis schaffen. Für das Gesamtjahr bestätigt Partners Group ihre Prognose von 26 bis 32 Milliarden US-Dollar an Neugeldzuflüssen. Risiken bestehen weiterhin durch geopolitische Unsicherheiten, Zinsschwankungen und eine mögliche Abschwächung der Transaktionsmärkte. Trotz der schwachen Aktienentwicklung der vergangenen zwei Jahre bewerten Analysten das Unternehmen aufgrund seines diversifizierten Geschäftsmodells und seiner starken Wettbewerbsposition überwiegend positiv.